Übersichtskarte

Wir habens wieder getan...

Mittwoch, 16.04.2014

Tja was soll ich nun sagen. Nach langen Überlegungen, wo wir denn dieses Jahr in den Urlaub hinfahren möchten, haben wir uns endlich entschieden. Doch der Weg hierhin war ziemlich steinig. Wir hatten schon mehrmals den Finger auf dem "Buchen" Button nach Ägypten, in die Türkei oder nach Mallorca, doch immer störte uns etwas. Ich glaube tatsächlich, dass die noch immer anhaltende Erinnerung aus dem letzten Jahr dabei eine Rolle gespielt hat. Da wir in den deutschen Sommerferien fahren werden, mussten wir leider überall mit hohen Preisen rechnen.

Und dann fanden wir endlich preisgünstige Flüge nach America. Der Zweifel war anfangs trotzdem da, doch das Fernweh überzeugte uns schließlich und so werden wir also bald nach Florida, genauer nach Orlando fliegen. WOW... Die ganzen Vorbereitungen kennen wir ja aus dem Vorjahr. Route, Hotels, Mietwagen, Visum, Auswahl der Orte und Sehenswürdigkeiten.... Die Liste ist lang und dennoch freuen wir uns auf diese Zeit, denn uns steht nun eine lange Zeit der Vorfreude ins Haus.

Also wird's hier bald wieder spannende Tagesberichte geben. Ich freu mich drauf...

 

 

Wer nochmal den letzten Urlaub in Kalifornien nachvollziehen mag, findet hier der Link:

 4500 Km durch den Westen der USA !

 

Bis bald Frederic

Vorfreude ist die schönste Freude

Montag, 21.04.2014

Ach was ist das schön. Die Vorfreude auf unseren Urlaub wächst schon von Tag zu Tag. Einerseits schön dass es noch etwa 90 Tage bis zum Abflug sind um dieses Gefühl auszukosten, aber andersherum ist es noch soooooo weit weg, dass die konkrete Freude noch nicht aufkommen mag. Doch trotzdem bleibt bis dahin ja noch einiges zu tun. Durch unsere Erfahrungen aus Kalifornien im letzten Jahr wissen wir natürlich schon in etwa wie weit wir pro Tag fahren können und auf was wir so achten sollten. In den letzten Tagen waren wir daher auch schon sehr fleißig und haben uns zahlreiche Tipps von Freunden aus Büchern oder aus anderen Blogs gesammelt, um zumindest schon mal eine grobe Auswahl der Route treffen zu können. Dank moderner Medien ist es für uns ja nicht besonders schwer diese Infos zu bündeln. Und so haben wir die Osterabende damit verbracht, uns auf unser bisher favorisierten Route einige Hotels zu suchen. Inzwischen sind wir soweit, dass wir für jede Nacht ein Hotel gebucht haben, welche wir aber alle noch stornieren können um auf neue Erkenntnisse reagieren zu können. Ein kleines Fazit können wir bereits jetzt ziehen: die durchschnittlichen Hotelkosten sind in Florida wesentlich niedriger als in Kalifornien. Zwar gibt es auch hier Ausreißer nach oben wie die Hotels auf den Keys, doch insgesamt sind die Preise sehr moderat. Dies kann man wiederum nicht für die "Vergnügungsparks" in und um Orlando sagen. Da schlackern uns noch heute die Ohren, als wir die Preise gesehen haben. Daher werden hier auch noch weitere Überlegungen nötig sein, um eine Entscheidung zu treffen. Unser Mietwagen ist ebenfalls bereits reserviert. Diesmal versuchen wir es über "National", da wir letztes mal ja ein wenig enttäuscht waren von "Dollar". Weitere Details unsere Vorbereitung sind bisher noch nicht bekannt. Zwar weiß ich schon den ein oder anderen "viewpoint" den ich auf jeden Fall anfahren möchte, doch ob unsere Route so bestehen bleibt oder wir nochmal was verändern werden dann erst die nächsten Wochen zeigen. Die Vorfreude ist auf jeden Fall schon riesig. In diesem Sinne...

Bis bald Frederic

Hier ist sie... Die vorläufige Route

Donnerstag, 24.04.2014

So oder so ähnlich wird sie aussehen unsere Route durch den Süden Florindas. Jede Stecknadel stellt hierbei mindestens eine Übernachtung da. Aber mal sehen wie oft wir das noch ändern werden.

Bis bald Frederic.

Der sportliche Countdown und die Qual der Wahl

Dienstag, 10.06.2014

Am morgigen Donnerstag beginnt der Countdown für unsere Reise endgültig. Dann beginnt die FIFA Fußballweltmeisterschaft in Brasilien. Nun ja... Ein richtiger Countdown sieht sicher anders aus, doch unsere Reise ist natürlich so geplant, dass wir nach dem Finale und dem hoffentlichen Weltmeistertitel noch einen Tag hier feiern können, ehe es dann über den großen Teich geht. Alles natürlich perfekt durchdacht . Nun ja mit Beginn des sportlichen Countdowns haben wir uns für weitere Details entschieden und einige Änderungen an der geplanten Route ebenfalls vorgenommen. Da wir ja ebenso wenig über Florida wissen wie wir vor einem Jahr über Kalifornien wussten, kommt es einfach bei fast jeder Suche vor, dass wir neue Orte oder Sehenswürdigkeiten finden wo wir sagen: "Müssen wir sehen" oder " Da will ich hin", deshalb wird sich bestimmt auch in den nächsten vier Wochen noch einiges verändern. Doch ein paar Details haben wir verbindlich "festgemacht". In Orlando ist die Auswahl an Freizeitparks ja fast so wie die Casino Wahl in Las Vegas. Da die Eintrittspreise aber nicht gerade "studententauglich" sind und wir auch nicht unendlich Zeit mitbringen um uns alle anzusehen, hatten wir hier seit einiger Zeit mehrere Möglichkeiten durchgespielt, wie wir unsere Zeit am besten planen. Tja und entschieden haben wir uns schließlich für den Klassiker.

 

Disney's Magic Kingdom ist der wohl bekannteste Park in der Metropole, wo wir einen Tag mit Mickey und Co verbringen werden. Sicher sind auch die anderen Parks interessant, doch ein Besuch in "Disneyland" passte für uns am besten in das "Urlaubskonzept".

 

Auch einige weitere Details haben sich geändert. Der eigentlich in Tampa geplante zweite Besuch eines Freizeitparks wird (Stand heute) ausfallen. Unsere letzte Nacht werden wir nicht wie geplant in Tampa verbringen, sondern wir werden noch einen Abstecher nach Norden nach Crystal River machen. Dies ist einer der vielen Tipps aus dem Netz.

 

Der Crystal River ist für sein klares Wasser und die dort lebenden Manatees bekannt, mit denen wir dort hoffentlich schwimmen und tauchen gehen können. Hier wollen wir doch lieber noch etwas mehr die Landschaft genießen, statt uns Stunden lang für Achterbahnen anzustellen. Hier kommt wieder unsere geniale Urlaubsplanung ins Spiel, da wir natürlich pünktlich zur Cranger Kirmes wieder zu Hause sein werden . Auch für unseren Aufenthalt in Miami und auf den Keys haben wir Vorbereitungen getroffen. Für Miami besteht die Möglichkeit sich eine " Go Miami Card" zu kaufen. Diese funktioniert ähnlich wie die Ruhrtop Card oder der London Pass. Bei einmaligem Zahlen können vielen Attraktionen kostenlos besucht werden. Diese haben wir uns für einen Tag besorgt. Um aber flexibel auf Wetter und Lust reagieren zu können wissen wir noch nicht was wir machen werden. Auf den Keys ist ein Schnorchel Ausflug geplant und ein Besuch des "Bahia State Park" der ebenfalls als Tipp des Internets auf unserem Plan gelandet ist.

 

Es stehen noch einige Entscheidungen an die wir in den kommenden WM- Wochen treffen müssen, doch durch die bisher getätigten Vorbereitungen steigt die Vorfreude immer schneller. Von daher hoffen wir auf den Titel im Fußball um als Weltmeister in das Abenteuer zu starten, und weitere tolle Tipps.

 

 

 

Bis bald Frederic.

Die Uhr tickt !

Samstag, 05.07.2014

Heute ist es endlich soweit. Die Uhr unseres Countdowns ist endlich einstellig ! In weniger als 10 Tagen gehts endlich wieder los. Alle Freunde und Bekannte die schon mal dort waren wurden "ausgequetscht" und wir haben unendlich viele Tipps und Tricks dabei, um die schönsten Orte zu finden und die besten Atraktionen mitzumachen. Doch eines ist dann doch klar.... Am Ende müssen, wollen und werden wir unsere eigenen Erfahrungen machen. Und trotzdem zeichnet sich jetzt schon ab, dass jeder Tag von mindestens einem Highlight gespickt sein wird. Das beste wird vor allem wieder sein, dass wir jeden Tag einen neuen Uraub starten werden, da wir fast jeden morgen ein neues Stückchen Florida kennenlernen werden.

 

Inzwischen sind auch die bereits bestellten Tickets für Disney World eingetroffen. Ein weiteres Stückchen Vorfreude

  Disney Word 

 

In den verbleibenden 9 Tagen steht aber noch genug an, so dass unser Fernweh von den unterschiedlichsten Einflüssen her so unterdrückt wird, dass es absolut auszuhalten ist. Außerdem ist Deutschland ja gestern durch einen 1:0 Sieg über unsere Nachbarn aus Frankreich ins Halbfinale der Weltmeisterschaft eingezogen, was uns zwei weitere Spiele mit deutscher Beteiligung bis Sonntag garantiert. Wie schon gesagt, wir brauchen den Montag hoffentlich um uns vom Feiern zu erholen. Aber ab Dienstag geht sie dann los die große Fahrt. Wird glaub ich absolut "fantastic".

Bis bald Frederic 

WELTMEISTER !!!!!!

Montag, 14.07.2014

Wow Wow Wow. Überragender Abend und überragende Mannschaft. That's history live !!! 

Absoluter Wahnsinn wir sind Fußball Weltmeister. Einfach unbegreiflich. Jetzt heißt es Party Party Party. Aber.... Die WM ist nun auch zu Ende... Der Timer geht in Richtung null.... Ein Highlight jagt das nächste... In knapp 24 Stunden werden wir uns auf den Weg machen. Den Empfang in Berlin schauen wir uns dann entweder in Düsseldorf oder in Manchester am Flughafen an. Bald gehts los... Ich weiß gerade gar nicht wohin mit den Glücksgefühlen. 

Der 4. Stern ist da.

 

Bis morgen. Dann gehts endlich los. Und jetzt alle feiern... 

 

Frederic

Ready for Take Off !

Mittwoch, 16.07.2014

Es ist soweit. Fast drei Monate nachdem wir den Entschluss gefasst haben wieder nach Amerika zu fahren gehts heute endlich los. Der Wecker klingelt bereits um Viertel vor sechs doch wirklich geschlafen haben wir die Nacht eh kaum. Die Aufregung war dann doch zu groß. Nachdem die letzten Dinge ins Handgepäck gestopft sind, die Brötchen geschmiert und der Kühlschrank leer, machen wir endlich die Türe hinter uns zu, und unser Urlaub begint. Bei strahlendem Sonnenschein und mit je einem großen und einem kleinen Koffer, machen wir uns auf den Weg zu Fuß zum Bahnhof. Hier holen wir uns schließlich noch die letzten lieben Urlaubsgrüße von einer Freundin ab, die sich zeitgleich auf den Weg zur Arbeit macht. Der Zug ist auch nicht so voll, dass wir beide noch einenPlatz für uns und unsere Koffer gefunden haben. Nur eine knappe halbe Stunde später kamen wir schließlich am Düsseldorf Interantional Airport an, und hatten schnell unsere boarding Pässe erhalten und unser Gepäck aufgegeben. Da wir niemanden dabei haben von dem wir uns noch verabschieden müssen, gehen wir mit der frisch gepressten Sonderausgabe der BILD Zeitung zum Weltmeistertitel zum Gate. Die verbleibenden 70 Minuten verbringen wir mit einem Kaffee und einem Kakao vor unserem Gate. Die Fahrt zu unserem Flugzeug dauert nur wenige Minuten und die nur 50 Passagiere sind sehr zügig verstaut. Der knapp 90 minütige Flug verläuft sehr entspannt, und so landen wir mit wenigen Minuten Verspätung auf dem Flughafen von Manchester. Wie üblich müssen wir hier durch weitere Sicherheitskontrollen und werden schließlich noch ausgerufen, da durch einen Systemfehler unsere Daten irgendwie nicht mehr stimmten. Die Wartezeit verging wie ( Achtung Wortspiel) " Im Flug" und dann durften wir auch noch an der bereits wartenden Schlange vorbei als einer der ersten ins Flugzeug, da nach Sitzreihen aufgerufen wurde. Natürlich ist der zweite Flieger um einiges größer als der erste. Leider bekommen wir nur zwei Plätzein der Mitte, und dann auch noch so, dass rechts und links jeweils eine Person neben uns sitzt. Doch schnell konnten wir uns darauf verständigen, dass wir wenigstens zu einer Seite am Rand sitzen konnten. Nun haben wir also 8,5 Stunden Flug vor uns. Die riesige Boeing 747-400 ist nicht ganz ausgebucht, so dass wir unsere Sitze fast zu Liegesitzen umfunktionieren können. Durch das riesige Angebot an Filmen, die uns kostelos zur Verfügung standen, die regelmäßigen Snacks und Getränke sowie einer guten Portion Schlaf, vergeht die Zeit recht schnell. Wir landen um 17:25 Ortszeit in Orlado, müssen aber auf Grund des hohen Passagieraufkommens leider noch etwa 20 Minuten im Flugzeug warten, ehe wir uns in die Schlange anstellen um einreisen zu dürfen. Hier brauchten wir bestimmt 50 Minuten, ehe die 1000 Menschen vor uns durch sind.... Puuuh das war anstrengend, da die vielen Kinder die ebenfalls mit anstehen mussten, völlig übermüdet und etkräftet, dies ihren Eltern auch zu verstehen geben. Doch irgendwann haben wir es dann auch geschafft und unser Gepäck wartet bereits auf dem Band auf uns. Mit dem Mietwagen gibt es diesmal keinerlei Probleme. Innerhalb weniger Minuten haben wir alle Formalitäten geklärt und dürfen uns einen Wagen aussuchen. In den nächsten Wochen werden wir mit einem Jeep unterwegs sein, der gerade einmal 14 Meilen auf dem Tacho hat. Er ist also nagelneu. Beim Losfahren fällt uns auf, dass leider unser Internet noch nicht funktioniert.... Doof, da wir uns eigentlich aufs Navi verlassen hatten. Doch gemeinsam finden wir dank der kleinen Karte und der Adresse nach einer Weile unser Hotel. Das Wetter ist hier momentan sehr gemischt. Zwar sind es bestimmt 28-30° C doch leider zieht es sich sehr zu und regnet auch etwas. Im Hotel bleiben wir nicht allzu lange, sondern wir machen noch einen Abstecher zur Florida Mall.  Viel Zeit bis zur Schließung um 22:00 Uhr bleibt uns nicht doch um sich ein wenig die Beine zu vertreten nach dem Flug genau das richtige. Jetzt fallen wir gerade ziemlich müde ins Bett, schließlich sind wir beinahe 24 Stunden auf den Beinen und morgen steht ja schon ein echtes Highlight auf dem Programm.... (Disney World).... Daher denke ich das wir bestimmt gut schlafen werden.

Also gute Nacht und bis morgen Frederic

Let your dreams become true !

Donnerstag, 17.07.2014

Die erste Nacht ist früh zu Ende. Schon gegen sechs bin ich fast hellwach. Die Zeitumstellung scheint uns ordentlich zu schaffen zu machen, doch heute morgen wirkt sich das eher positiv aus, da wir beide früh auf sind. Während Ann-Kristin versucht noch etwas zu schlafen gebe ich gegen sieben schließlich auf und stehe auf. Wir werden auch von der Sonne geweckt, die mit voller Kraft durch unsere Vorhänge scheint. Der Tag scheint sehr heiß zu werden, doch dies sollte sich später noch als ein Irrtum herusstellen... Unser Tagesprogramm war äußerst straff gepackt, weshalb wir das typisch amerikanische Frühstück nur zwischen Tür und Angel "einschmeißen", um ja keine Zeit zu verlieren. Bevor wir später am Mittag nach Disney World fahren, wollen wir uns noch Orlando Downtown ansehen. Während unserer Vorbereitung auf den Urlaub hatten wir unter anderem gezielt nach schönen Ecken außerhalb der Freizeitparks in Orlando gesucht, und wurden mit dem "Lake Eola Park" auch fündig. Der Park liegt mitten in Downtown und bietet einen wunderschönen Skyline-Blick auf die Stadt. Es ist nun kurz vor Elf und die Sonne "ballert" auf uns herab. Da der Park eigentlich nur aus einem großen See besteht, laufen wir zu großen Teilen in der prallen Sonne. Selbst die kleinsten und langsamsten Bewegungen treiben uns schon den Schweiß auf die Stirn. Wir beschließen einmal um den See zu laufen, und nutzen die vielen Photostops um etwas im Schatten abzukühlen. Nach der Runde setzen wir uns wieder ins Auto und wollen uns einen Supermarkt suchen, um Getränke und etwas Knabbereien für die nächsten Tage zu besorgen. Puuuh... gar nicht so einfach zu erkennen, was ein Lebensmittelgeschäft ist und was nicht. Am Ende waren wir dann bei Aldi,wo wir alles bekamen was wir benötigten. Doch als wir aus dem Laden kamen war die Sonne leider verschwunden und der Himmel zog sich nicht nur zu, sonder sah aus, wie mit einer Schokoglasur überzogen, so schwarz wurde es. Eigentlich wollten wir uns nun auf den Weg in den Freizeitpark machen, doch dann fing es plötzlich an wie aus Kübeln zu schütten. Wir konnten beim Fahren kaum geradeaus schauen so dicht waren Tropfen. So kamen uns die Premium Outlets kurz vor der Interstate als "Notstop" sehr gelegen. Wir gingen eine Runde shoppen, um dem Regen aus dem Weg zu gehen, Das klappte leider nicht so wie erhofft. Nachdem nach etwa einer dreiviertel Stunde noch immer kaum eine Besserung in Sicht war, beschlossen wir, nun bei Regen zum Park zu fahren. Die wenigen Kilometer auf der Interstate 4 hatten wir bald hinter uns, ehe wir in eine andere Welt eintauchten... Die Dimensionenen vom "Magic Kingdom" sind mit nicht auch nur annähernd vergleichbar. Eine achstspurig ausgebaute Fahrbahn führt sowohl in den Park als auch wieder hinaus. Die "läppischen" 17 Dollar Parkgebühr pro Tag und Fahrzeug muss jeder am Schalter bezahlen um eintreten zu dürfen. Bereits kurz nach der Einfahrt lassen die tausenden Parkplätze erahnen, welche Dimensionen in diesem Park erreicht werden. Da wir uns nicht noch für Tickets anstellen müssen gehen wir direkt zum Eingang.... Ja denkste... Um in den Park zu kommen, stehen einem Busse, eine Fähre oder ein Zug zur Verfügung. Zu unserer Ankunftszeit fährt jedoch nur das Schiff, mit dem wir dann zum Haupteingang übersetzen. Bereits von unterwegs können wir die Spitzen des Disney Schlosses sehen. Mit dem Eintritt in den Park betritt man eine neue Welt. Überall riecht es nach Süßigkeiten und Popcorn. Aus den Boxen ertönt leichte Musik und bereits nach wenigen Metern auf der sogenannten "Main Street" laufen wir auf das Wahrzeichen des Parks zu. Es regnet leider immer noch ziemlich heftig doch wir hatten weder Schirm noch Jacke oder geschweige denn einen Pulli mit. Um nicht bereits nach einer Stunde auszusehen wie nach drei Mal Wasserbahn in Folge fahren, kaufen wir uns zwei Regencapes die uns für den Rest des Tages auch gut geholfen haben. Es ist schwer alle gesamelten Eindrücke hier wiederzugeben, doch herausgreifen möchte ich die Lichterparade, sowie das Abschlußfeuerwerk und die Wasserbahn "Splash Mountain". Ich muss sagen, dass ich glaub ich noch nie mit einer so guten Wasserbahn gefahren bin. Die Animationen waren super,wir werden ordentlich nass und durch den Fast Pass den wir für diese Attraktion nutzen können brauchen wir nicht wie viele Andere 60 Minuten warten, sondern wir werden an der Schlange vorbei geführt. Die Lichterparade und das Feuerwerk waren ebenfals umwerfend. Hier steht das Schloß im Mittelpunkt und wird mit Hilfe der Raketen atemberaubend in Szene gesetzt. Die Atmosphäre im Park war sehr gut. Die unzähligen Volunteers helfen einem wo sie können und an allen Ecken und Enden finden entweder Disney Shows statt oder es können Fahrgeschäfte benutzt werden. Wir bleiben bis etwa Mitternacht im Park, bis sowohl unsere Füße als auch der Rest des Körpers uns immer wieder fragt, ob wir noch ganz dicht sind? Uns tut alles weh und wir wollen nur noch nach Hause, auch wenn der Park wirklich wunderschön ist. Doch knappe 10 Stunden reichen dann auch irgendwann mal. Zum Glück klart der Himmel am Ende des Tages noch etwas auf, und lässt die schwül warme Luft etwas weichen. Wir fahren also mit der Fähre zurück zum Parkplatz und fahren direkt nach Hause. So jetzt ab ins Bett und hoffen, dass ich morgen etwas besser schlafe.

 

Also bis bald Frederic

Sebastian und Wendy. (Teil 2)

Freitag, 18.07.2014

... Nachdem wir das Space Center verlassen haben, machen wir uns nun auf den Weg zur Zwischenübernachtung, ehe es morgen über Fort Lauderdale nach Miami weiter geht. Bis nach Fort Pierce sind es noch ca. 160 Kilometer, die wir aber größten Teils nicht auf der Interstate, sondern auf dem Highway One direkt an der Küste zurück legen. Die "Scenic Route Floridas" führt meist in unmittelbarer Nähe zum Meer entlang und bietet daher eine tolle Sicht.

 

 

Der Regen war diesmal zum Glück nur sehr kurz und die Sonne kommt nach wenigen Minuten auch noch einmal zum Vorschein. Die Dämmerung hat bereits eingesetzt, als wir die Stadt "Sebastian" erreichen.

Ein wirklich niedliches kleines Dörfchen direkt am Wasser, wo wir den Sonnenuntergang von einem Steg aus beobachten. Die milden Temperaturen lassen den Tag in Ruhe ausklingen. Nach einem kleinen Spaziergang am Wasser treten wir die letzten 40 Meilen für diesen Tag an und erreichen Fort Pierce bereits im dunkeln. Unser Abendessen holen wir uns heute bei "Wendy`s" einer Burger Kette die bestimmt auch in Deutschland ihren Erfolg hätte.  Ein weiteres Mal landen wir ziemlich k.o. , doch diesmal nicht ganz so spät wie gestern im Bett. Morgen stehen mindestens weitere 150 Meilen bis Miami auf dem Programm. Mal sehen was noch so passiert. Freuen uns aufs Meer und Sandstrände.

Bis bald Frederic

Monopoly im All ( Teil 1)

Freitag, 18.07.2014

Guten Morgen.... Man so tief und fest hab ich schon lange nicht mehr geschlafen. Gestern war es einfach soooo anstrengend, dass wir beide keine 5 Minuten brauchten um einzuschlafen. Dafür das wir erst gegen halb zwei im Bett waren, kommen wir allerdings erstaunlich gut aus den Federn. Zwar nicht wie geplant vor Acht, doch den Umständen entsprechend in Ordnung. Heute verlassen wir also Orlando um unsere Reise so richtig zu starten. Erstes Ziel auf unserer Reise ist das "Kenedy Space Center" bei Cape Canaveral. Da seit gestern Abend nun auch endlich unser mobiles Internet funktioniert, können wir uns aufs Navi verlassen und uns mehr auf die Umgebung konzentrieren. Nach einem letzten Stop kurz vor der Autobahn bei den Premium Outlets (wir hatten gestern ja nicht alles gesehen), fahren wir endlich auf die "528" in Richtung Osten. Wir wussten bereits vorher, dass auf dieser Strecke eine Maut anfallen würde, die an einer Station entrichtet werden muss. 1 Dollar wird fällig.... Super Preis denken wir und sind gleichzeitig froh, dass wir uns nicht den sogenannten "Sunpass" geholt haben, mit dem alle Mautstationen umfahren werden können. Dieser hätte ca. 40 Dollar gekostet, welche wir bei 1 Dollar pro Strecke bestimmt nicht benötigt hätten.... Doch da haben wir die Rechnung leider ohne das amerikanische Maut-System gemacht . Denn die Maut wird hier nicht pro Strecke, sondern pro Auf- und Ausfahrt erhoben. Spätestens nach der dritten Station kamen wir uns ein bisschen vor wie in einer lebensgroßen Monopoly Ausgabe, und an jeder Station müssen wir eine Ereigniskarte ziehen auf der steht: "Gehen sie in das Gefängis... Ziehen sie nicht über Los sondern zahlen sie einen Dollar um sich freizukaufen." Oder aber man landet auf einer bereits gekauften Straße und muss Miete zahlen... Nun ja nach der 5. Station können wir dann endlich die Straße wechseln und auf der Interstate 94 weiterfahren, die von uns keine weiteren "Mieten" verlangt.

Das Kenedy Space Center liegt etwa 80 Meilen östlich von Orlando direkt am Atlantik. Schon weit vorher stehen Schilder und verschiedene Anspielungen an die Raumfahrt. Gegen halb drei erreichen wir das Center. Das Wetter ist zu Beginn deutlich besser als gestern, in der Sonne ist es kaum auszuhalten. Direkt hinter dem Eingang befindet sich der Rocket Garden. Hier stehen einige Raketen aus den verschiedenen Epochen der Raumfahrt, und können Hautnah besichtigt werden. Im Anschluss verteilt sich das Geschehen auf mehrere Gebäude. Neben einem 3D Imax Kino gibt es noch eine "Meeting hall", wo ein echter Astronaut für Fragen zur Verfügung steht sowie mehrere interaktiv angelegten Museumshallen. Wir schauen uns einen 3D Film über das Huble Teleskop an, der wirklich interessant war und gehen danach durch die einzelnen Hallen. Es gibt unheimlich viel zu sehen und auszuprobieren. Leider zieht sich der Himmel wieder etwas zu, weshalb wir uns entschließen, an der geführten Bus Tour teilzunehmen. Der Bus fährt einmal über das gesamte Gelände, vorbei an den verschiedenen Abschussrampen und den einzelnen technischen Einrichtungen. Der gesamte Park liegt in einem Naturschutzgebiet, worauf auch sehr viel Wert gelegt wird.          

Die Tour endet schließlich an einer riesigen Halle, wo eine Nachbildung der Apollo/Saturn V Rakete im Maßstab 1:1 ausgestellt ist. Dieser Anblick ist schon echt überwältigend und ist das Highlight im gesamten Space Center. Mit eine Länge von ca. 114 Metern ist sie schon ziemlich gewaltig. Mehrere kleine Animationen berichten über DEN Stolz der Amerikaner: Die Mondlandung VOR den Russen ! Unter anderem kann in einer Nachbildung der Komandozentrale der Start von Apollo 8 nachempfunden werden oder die Landung der Apollo 8 auf dem Mond wird in einem kleinen Simulator gezeigt. Insgesamt ein gelungener Ausflug. Bereits auf der Rückfahrt zum Visitor Center fängt es anzu regnen und wir werden auf dem Weg zum Auto auch etwas nass. Doch die Temperaturen sind so hoch, dass einem der Regen fast nichts ausmacht. Schließlich machen wir uns auf den Weg nach Fort Pierce.... (Fortsetzung folgt)

Welcome to Miami !

Samstag, 19.07.2014

Gestern sind wir ja bereits im Dunkeln in Fort Pierce angekommen und konnten daher gar nicht genau wissen, wie wir den Ort einzuschätzen haben. Das einzige was wir wissen ist, dass wir einen Balkon mit Meerblick haben sollen. Am frühen Morgen können wir dann auch das Meer tatsächlich aus dem Fenster sehen. Es ist kurz nach sechs Uhr morgens und wir beschließen, da wir beide wach sind, dass wir uns zum Sonnenuntergang zum Strand begeben wollen. Wir müssen nur über die Straße gehen und sind direkt am endlos wirkenden Sandstrand. Das Meer ist spiegelglatt und wir schaffen es gerade rechtzeitig, ehe die Sonne am Horizont aufgeht. Ein wunderschöner Momet mit karibischem Feeling. Außer ein paar Fischern ist der Strand menschenleer. Wir laufen eine Weile Strand entlang und genießen die Ruhe, die Sonne und die Luft.

Gegen Sieben sind wir zurück im Hotel und können in Ruhe frühstücken, da zu dieser Zeit noch Niemand wach ist. Da wir heute noch einiges vorhaben, warten wir nicht lange, packen unsere Koffer und machen uns auch schon wieder auf en Weg zum Highway One nach Süden. Zwar überlegten wir unterwegs noch in Palm Beach oder Vero Beach anzuhalten, doch wir entscheiden uns dafür lieber bis Fort Lauderdale durchzufahren. Schließlich haben wir hier keine Übernachtung eingeplant und wollten doch zumindest einen Eindruck der Stadt mitnehmen. Bei strahlendem Sonnenschein und brütender Hitze erreichen wir Fort Lauderdale gegen 10:30 Uhr. Nach einem kurzen Abstecher durch Downtown, kommen wir in Fort Lauderdale Beach an und parken unser Auto direkt am Meer. Zunächst planen wir nur einen Spaziergang an der Promenade entlang, doch der Anblick des Traumstrandes und die Temperaturen treiben uns zurück zum Wagen, in die Badesachen und schlußendlich auch ins Wasser. Türkisgrünes Wasser und feinster Sand lassen diesen Strandabschnitt erstrahlen. Im Hintergrund die Skyline von Fort Lauderdale Beach und davor hunderte Palmen. Der Moment hätte nicht schöner sein können.  Das erste ausgiebige Sonnebad in Florida ist absolut super. Wir haben Schnorchel und Taucherbrille dabei, und testen hier bereits die Unterwasser Actioncam die wir mithaben um eigentlich auf den Keys eine Schnorchel Tour zu filmen. Die Aufnahmen können sich wirklich sehen lassen und machen Lust auf mehr. Nach zwei Stunden müssen wir leider wieder zum Wagen, zum einen weil die Parkuhr ausgelaufen ist und zum anderen, da ja noch weiter Tagesziele zu erreichen sind. Bevor es jedoch weiter geht, stoppen wir noch kurz am Las Olas Blvd, welcher sehr schön anzusehen ist, da hier viele kleine Geschäfte und Bars zu finden sind. Ein wenig erinnert diese Straße an den Rodeo Drive in Beverly Hills, nur alles etwas günstiger. Wir fahren vorbei an den vielen Kanälen die die Stadt durchziehen und erahnen lassen, warum Fort Lauderdale als das Venedig Floridas bezeichnet wird. Allein hier könnten wir sicher ne ganze Woche Urlaub machen, doch wir wollen ja noch mehr von Florida sehen und machen uns daher weiter in Richtung Miami auf den Weg. Es ist noch früh und wir können noch nicht in unser Hotel, weshalb wir überlegen bei "Sawgrass Mills" vorbeizuschauen. Hierbei handelt es sich um die größte Shopping Mall in den vereinigten Staaten. Und das ist tatsächlich wohl so.

Das Center ist in mehrere Sektoren unterteilt um den Überblick nicht zu verlieren. Von den 8 Sektoren haben wir nicht mal drei durchlaufen, da wir uns natürlich ein Zeitlimit gesetzt hatten. Die Dimensionen sind einfach unbeschreiblich. Über 350 Läden finden sich hier wieder. Doch da wir ja nicht nur zum shoppen hier sind, gehts nun endlich los... welcome to Miami... Ähnlich wie im letzten Jahr in San Francisco untermalen wir unsere Einfahrt in die Stadt musikalisch. Nur diesmal ist es eben Will Smith mit seinem Hit über Miami. Die Stadt ist auf den ersten Blick einfach nur riesig. An der gesamten Strandpromenade ragen riesige Wolkenkratzer in die Höhe. Die Autobahnen sind auf 10 Spuren ausgebaut, und das Verkehrsaufkommen ist mit dem Ruhrgebiet vergleichbar (Nur fehlt es dort am Meerblick im Stau). Wir erreichen gegen fünf unser Hotel und sind von der Lage als auch der Größe des Zimmers beeindruckt. Selbst für amerikanische Verhältnisse ist dies sehr groß. Doch wir halten uns nicht lange auf dem Zimmer auf sondern machen uns direkt auf zum Strand, der fußläufig in wenigen Minuten erreichbar ist. Leider zieht sich gegen Abend der Himmel wieder zu und lässt erahnen, dass es noch ein ordentliches Sommergewitter geben wird. Wir schlendern eine Weile am Strand entlang und werden nur vom einsetzenden Donner vertrieben. An der Strand Promenade finden wir schließlich ein typisches "Ami-Restaurant". Zunächst sitzen wir draußen, doch das Gewitter treibt uns schließlich doch rein.  Es regnet nur etwa 20 Minuten, doch in dieser Zeit so stark, dass sowohl manche Auto bis zum Reifen, als auch die Bürgersteige unter Wasser stehen. Das Essen ist super. Ceasar`s Salad und BBQ Burger. Wir verlassen das Restaurant und die Sonne strahlt noch einmal kurz vor dem Untergang. Ein langer Tag geht heute zu Ende. Morgen wollen wir uns dann die Stadt näher anschauen. Wir planen sowohl einen Besuch des Miami Seaquarium als auch des Art Deco Distriktes. Wenn die Zeit noch reicht machen wir vielleicht noch eine Schifffahrt durch die Biscayne Bay. Also wieder einmal viel vor. Daher ab ins Bett damit das auch alles möglich ist...

Bis bald Frederic

Go Miami mit Sonne Strand und mehr !

Sonntag, 20.07.2014

Wow, wow WOW... Miami ist ne absolut wahnsinnige Stadt. So eine Vielzahl an Möglichkeiten und das einzigartige Flair sind wirklich beeindruckend. Diese Stadt wäre sicher auch mal eine Reise für sich wert, doch leider bleibt uns in diesem Urlaub nur der erste Eindruck... doch für den gibt es ja bekanntlich keine zweite Chance, doch Miami hat überzeugt. Aber der Reihe nach... Dies ist die erste und wohl auch einzige Übernachtung, wo wir uns um unser Frühstück selber kümmern müssen. Wir haben bereits gestern vorgesorgt, und uns einige Dnge gekauft. Glücklicher Weise steht uns in unserer Suite eine Küche mit Toaster, Kühlschrank und Herd zur Verfügung, so dass wir unser Frühstück kurzerhand selber machen. Bereits im Vorfeld unseres Urlaubs, haben wir uns für Miami die sogenannte "Miami Go Card" besorgt, die ähnlich wie in London der "London Pass" oder in anderen Metropolen funktioniert. Man bezahlt einen einmaligen Betrag und kann dann, je nach gewählter Option, einen, zwei oder mehrere Tage alle Attraktionen der Stadt nutzen, die an dem Projekt teilnehmen, ohne weitere Kosten zu haben. In der Regel lohnt sich solch ein Pass schon ab zwei Attraktionen. Wir haben uns die "Go Card" für einen Tag gekauft, und müssen uns diese noch im Miami Convention Center abholen. Da dieses erst um 10 öffnet, wir jedoch die Zeit nicht verplempern wollen, packen wir unsere Sieben Sachen zusammen und machen uns mit dem Auto auf den Weg zum South Beach. Nach nur wenigen Minuten erreichen wir bereits den berühmten "Art Deco District", der für seine vielen verschiedenen Baustile und bunten Häuser bekannt ist. Wir parken UMSONST in der Paralelstraße zum "Ocean Drive", von wo aus wir zu Fuß an der Strandpromenade entlang laufen. Es ist kurz nach Neun, doch das Termometer zeigt bereits über dreißig Grad an. Der Versuch sich von Schatten zu Schatten zu schlängeln scheitert kläglich. Selbst ohne sich zu bewegen ist es so heiß, dass wir die vielen Jogger die dennoch unterwegs sind mit verwunderten Blicken anstarren. Wir machen einen Abstecher runter zum Strand der sich bereits füllt. Ähnlich wie in Fort Lauderdale kommt das karibische Flair klar zur Geltung. Im kleinen grünen Streifen zwischen dem Ocean Drive und dem Strand stehen unzählige riesige Palmen, die Kokosnüsse tragen und diese auch abwerfen. Der Boden ist übersäht mit offenen Kokosnüssen. An mehreren Stellen zeigen einige Muskelpakete ihr können bei Klimzügen. Der Ocen Drive ist noch nicht so voll wie am Abend , doch zum spazieren gehen ganz angenehm und auf Grund der schon jetzt extremen Temperaturen auch kein Wunder. Nach einer Weile machen wir uns wieder auf zum Auto um uns sowohl abzukühlen als auch zum Convention Center zu fahren um unsere Karten abzuholen. Dies klappt einwandfrei und wir beschließen als erstes zur Key Biscayne zu fahren. Dort befindet sich das "Miami Seaquarium". Es ist ein Wasserzoo mit vielen Fischen, Haien, Seelöwen, Delphinen und einem Orca. Wir brauchten etwa 15 Minuten um mit dem Auto die kleine vorgelagerte Insel zu erreichen. Nachdem wir unser Auto geparkt haben, gehen wir rein. Das Wetter hatte sich kein bisschen verändert und die Sonne powerte auf uns herab. Als erstes schauten wir uns eine Delphin Show an, in der von sechs Delphinen verschiedene "Kunststücke" durchgeführt werden. Man kann sicher geteilter Meinung über diese Art der Tierhaltung sein, doch zumindest war es sehr schön anzusehen. Die Tiere hatten auch ein einigermaßen angemessenes Becken, in dem sie sich bewegen konnten. Nach der Show schauten wir uns den Rest des Zoos an. Viele Tiere sieht man bei uns in Zoos eher selten. Während bei uns ein Streichelzoo eher aus Ziegen und Schafen besteht, können hier Rochen gestreichelt werden. Zum Abschluss unseres Besuchs, gingen wir dann schließlich noch zur Killerwal Show. Hier ist jedoch eindeutig, dass das Becken für den Wal viiiiiel zu klein ist. Die Show an sich war sehr gut, doch ein fader Beigeschmack bleibt schon. Wir verlassen das Aquarium gegen 14 Uhr und fahren mit dem Auto weiter in Richtung Südspitze von Key Biscayne zum Bill Baggs Cape Florida State Park. Der Park bietet wunderschöne Strände zum Sonnen und baden, doch hatten wir in unserem abenteuerlichen Leichtsinn leider vergessen das Samstag ist und die Amis diesen anscheinend auch gerne dort verbringen. Es ist brechend voll und so heiß, dass Sonnenbaden nicht wirklich angenehm ist. Selbst das Wasser bietet heute leider nur kaum eine Abkühlung. Wir machen uns wieder auf den Weg. Im Park sehen wir noch einen Waschbär, Leguane und kleine grüne Papageien. Kurz bevor wir die Insel verlassen, machen wir noch an einem kleinen Parkplatz halt um die atemberaubende Aussicht auf Miami Downtown zu genießen. Wir fahren weiter zur Biscayne Bay, wo wir eine Bootstour und eine Busrundfahrt geplant haben. Da das Wasser allerdings etwas unruhig war, und nicht alle Passagiere von uns Seefest ;-) stiegen wir direkt um auf die Bustour. Da wir bis zum Start noch etwas Zeit hatten machten wir noch einen Abstecher zum Hard Rock Cafe. Von dort aus ging es dann im offenen Doppeldecker Bus durch Miami. Dank deutschem Audio Komentar haben wir viele Informationen erhalten und haben auch die umliegenden Stadtteile wie Coral Gables und Little Havana kennengelernt. Nach der 90 minütigen Tour ist es bereits spät und wir wollen eigentlich zum Hotel zurück, doch eine gesperrte Straße macht uns einen Strich durch die Rechnung weshalb wir direkt nochmal zum Ocean Drive fahren. Hier ist die Hölle los. Es ist brechend voll, sowohl auf den Gehwegen als auch auf der Straße. Überall wollen Menschen Aufmerksamkeit erhaschen  indem sie entweder völlig aufgetarkelt den Drive entlang laufen oder ihren Lamborghini im Leerlauf gröhlen lassen. Wir essen schließlich noch bei "Jonny Rockets" eine Kleinigkeit und bewundern die schön beleuchteten Häuser, ehe wir völlig k.o. mit dem Auto zurück ins Hotel fahren. Heute war der erste Tag , an dem es durchgehend heiß war. Dies zerrte enorm am Körper. Zudem hätte das Programm auch bei 20° geschlaucht. Wir haben einen tollen Tag in Miami und Miami Beach verbracht. Morgen gehts aber schon wieder weiter. Key West steht auf dem Programm...Jeder Tag ein neuer Urlaubsstart. Herrlich...!

Bis bald Frederic

Südlichster Punkt der USA: Check !

Montag, 21.07.2014

Ein neuer Tag ein neues Ziel. Nach den zwei Übernachtungen ein Miami Beach geht unsere Reise heute weiter. Ziel ist Key West, die letzte und größte Insel der Florida Keys. Bevor wir die Fahrt jedoch antreten, frühstücken wir schnell noch und versuchen unseren Zimmerschlüssel abzugeben, was gar nicht so einfach ist, da das Büro nicht besetzt ist und es auch keine Möglichkeit gibt den Schlüssel sonst wo abzugeben. Da die Hotelbesitzerin jedoch mit auf dem Grundstück wohnt, muss die gute Dame leider dran glauben und Sonntags noch vor neun Uhr aufstehen. Im Schlafanzug öffnet sie uns mit verschlafenem Blick die Tür nimmt den Schlüssel entgegen und ist auch schon wieder verschwunden.Es scheint, als seien wir die ersten Gäste überhaupt, die am Wochenende das Hotel vor 12 verlassen. Nun ja die Sache ist erledigt und wir hatten uns vorgenommen, nachdem wir gestern ja bereits die Busrundfahrt durch die Stadt gemacht hatten, heute noch die Tour durch Miami Beach zu machen, da unser Ticket von gestern noch gültig ist.                                  Die Tour ist ähnlich gut wie gestern, nur dass gewisse Fakten und Infos sich wiederholen, da diese auf beide Touren zutreffen. Doch wir fahren an den vielen Art Deco Hotels und Gebäuden vorbei und werden mit mehr Infos bedient als notwendig. Gegen Viertel vor elf kommt der Bus schließlich wieder an der Ausgangsstation am Bayside Marketplace an, wo unser Auto wartet. Nun soll die Reise aber weitergehen. Wir haben eine Route herausgesucht, auf der wir keinerlei Maut zahlen müssen. Zwar benötigen wir so etwas mehr Zeit, doch der Weg ist auf diesem Stück sicher auch das Ziel. Insgesamt sind es von Miami bis zu unserem Hotel auf Key West ca. 150 Meilen, also etwa 225 Kilometer. Bis auf das erste Stück, was uns entlang der Route 1 durch mehrere kleine Ortschaften führt, wo wir immer wieder an Ampeln halten müssen, kommen wir sehr gut voran. Wir müssen nur geradeaus fahren, wodurch wir uns zumindest nicht verfahren können. Das Wetter ist herrlich und wir sehen viele schöne Stellen, an denen wir gerne halten möchten, doch wir verschieben diese Stops auf morgen, wo wir einfach mehr Zeit haben. Wir möchten so schnell wie möglich Key West erreichen, um uns die Insel näher anzuschauen. Nach gut 3,5 Stunden Fahrzeit erreichen wir schließlich die Insel und finden auch auf Anhieb unser Hotel. Wie gehabt bringen wir nur schnell das nötigste aufs Zimmer und machen uns direkt zu Fuß auf die Insel zu erkunden. Unser Hotel, das Wicker Guesthouse, liegt nahezu perfekt direkt an der Duval Street, der absoluten Hauptstraße der Insel.                       Hier liegen viele Bars, Restaurants und kleine Läden. Sowohl der Baustil als auch die Palmen, die Musik und die vielen Zigarrenläden ähneln sehr den Vorstellungen der Karibik. Wir wollen uns zu Fuß zum südlichsten Punkt der Vereinigten Staaten von Amerika machen, der sich hier befindet. Doch wie aus dem Nichts fängt es auf einmal an zu schütten. Ein Gewitter zieht über uns hinweg. Wir "retten" uns unter ein Vordach eines Hotels und warten hier solange ab, bis der Regen vorbeigezogen ist. Was überbleibt sind völlig überschwemmte Straßen. Der Himmel klart hingegen sehr schnell wieder auf und macht die Sonne wieder frei. Einen großen Vorteil hat die Sache dann doch gehabt. Das Denkmal am südlichsten Punkt ist menschenleer, wo sonst hunderte Menschen anstehen um ein Foto zu schießen, befindet sich nur eine große Pfütze.                                                Nur einige sehr wenige sind mit uns vor Ort. Wir schießen schnell ein paar Fotos und machen uns wieder auf den Weg. Schon als wir weiter gehen, füllt sich der Platz wieder. Aus allen Ecken und Enden strömen die Menschen herbei, dabei sieht man hier " nur " diese Tonne mit der Aufschrift " 90 Miles to Cuba". Aber es ist halt das Wahrzeichen von Key West. Wir laufen nun die Duval Street in die andere Richtung bis zum Ende, wo wir am Hafen herauskommen. Die Sonne brennt inzwischen wieder so stark, dass es ohne Schatten kaum auszuhalten ist. Wir laufen eine große Runde, bis wir wieder im Hotel zurück sind um uns für den Abend heute mal schick zu machen. Frisch geduscht und gestylt machen wir uns wieder auf den Weg um den berühmten Sonnenuntergang am Sunset Pier zu beobachten. Hunderte Menschen säumen die Pier und starren auf die Sonne die sich langsam hinter eine kleine vorgelagerte Insel verkriecht.                                      Ein echt schöner Sonnenuntergang, aber wir sind beide der Meinung, dass es nicht der schönste war den wir bisher gesehen haben. Auf dem Rückweg über die Duval Street, suchen wir uns schließlich noch ein nettes Restaurant heraus, wo wir unter freiem Himmel essen. Die Straßen leeren sich ziemlich schnell und als wir fertig sind, sind nicht mehr viele Bars gefüllt. Wir holen uns noch einen Daiquiri to Go im Fat Tuesday und kehren zum Hotel zurück, wo ich noch eine Runde im Pool drehe. Key West ist eine echt schöne Insel, die vorallem wegen des Southpointes wohl sooo beliebt ist. Morgen steht Inselhopping auf dem Programm. Wir fahren bis zur Key Largo, wo unser nächstes Hotel liegt, wollen aber unterwegs all die Punkte mitnehmen, die uns bereits auf der Hinfahrt aufgefallen sind. Also mal sehen was da so auf uns wartet.

 

Bis bald Frederic

Schnorcheln im Bahia Honda State Park.

Dienstag, 22.07.2014

Hier ein kurzes Video was wir gedreht haben

Inselhopping mal anders.

Dienstag, 22.07.2014

Die Sonne auf Key West geht heute bereits wieder gegen sechs Uhr auf. Zwar erleben wir heute nicht den Sonnenaufgang mit, doch stehen wir trotzdem sehr zeitig auf, um den Tag wieder in vollen Zügen nutzen zu können. Der Tag beginnt für uns mit einem Fühstück, an dem nicht die Zutaten das Besondere sind, sondern das "Drum-Herum". Das kleine Frühstücks-Buffet, welches wie häufig in Amerika aus abgepackten Muffins, Toast, Waffeln und süßen Müslisorten besteht, ist direkt neben dem kleinen Pool aufgestellt. Die Tische fürs Frühstück stehen unter großen Sonnenschirmen und herunterhängenden Palmenblättern und verleihen dem ganzen ein sommerliches Gefühl. Das Wetter ist sehr gut, und es ist fast keine Wolke am Himmel zu sehen was die Temperaturen bereits um 8:30 Uhr auf 30° C schnellen lassen. Heute müssen wir Key West leider schon wieder verlassen und zurück zur ersten Key nach Key Largo fahren. Die Strecke an sich ist nicht so weit, doch wir wollen uns ja heute die Zeit nehmen und möglicst viele Stops einlegen. Da wir das Hotel bis um 11 Uhr verlassen müssen, beschließen wir noch eine kleine Runde zu drehen ehe wir wieder losfahren. Wir kommen dabei noch an dem Geburtshaus von Ernest Hemmingway vorbei, welches hier inzwischen als Museum dient und nur unweit von der hier auf Key West sehr beliebten Markierung der "Meile 0" liegt. Diese Stelle markiert den Start der insgesamt 2390 Meilen langen Straße, die von hier aus ununterbrochen bis nach Fort Kent an der kanadischen Grenze führt. Wir merken direkt, dass das Wochenende vorbei ist, da es in den Straßen wesentlich ruhiger ist als noch gestern. Nachdem wir wieder im Hotel angekommen sind, packten wir schnell alles zusammen und machen uns auf den Weg. Zunächst drehen wir noch eine Runde mit dem Auto über die Insel und machen noch an einem kleinen Strandabschnitt halt, der aus feinstem weißen Sand und Palmen die das Wasser fast berührten besteht.

Aber dann gehts auch los... Auf dem Weg nach Key Largo haben wir nur ein festes Ziel welches wir ansteuern wollen: Den Bahia Honda State Park ! Diesen Tipp haben wir aus dem Internet, da hier sowohl wunderschöne Strände sein sollen, an denen sich schnorcheln sehr lohnt, als auch der hier im Park verlaufenden alten Railway Brücke, die Teil des Parks ist. Der Park befindet sich auf Key Bahia, die wir nach einigen kurzen Fotostops auch sehr zeitig erreichten. Wir fahren also in den Park und parken unser Auto auf dem relativ leeren Parkplatz. Kurzerhand schlüpfen wir in die Badesachen und packen die Strandtasche zusammen und laufen die wenigen Meter bis zum Wasser. Schon von hier sieht man die riesige alte Brücke, die parallel zum Highway One verläuft. Der Strand ist wunderschön, mit einem sehr flach abfallenden Strand und tollen Farbspielen zwischen dem grün schimmernden Wasser und den dunklen Stellen. Wir legen uns gar nicht erst in die Sonne sondern schnappen uns Schnorchel, Taucherbrille und Unterwasser Kamera und los gehts. Das flache Wasser wimmelt nur so von Fischen. Kleine, bunte, große, gestreifte und gepunktete, so eine Vielzahl an Fischen haben wir selten gesehen. Einen kleinen Film könnt ihr weiter unten sehen. Es ist so shön, dass wir gar nicht mehr aus dem Wasser wollen. Aber irgendwann muss man dann auch mal ne Pause machen, da die Sonne brannte und uns dabei natürlich ordentlich angreift. Die Pause nutzt Ann für ein kleines Sonnebad und ich gehe auf die Brücke um mir von dort mal einen Überblick zu verschaffen. Der State Park ist wunderschön, mit zwei Badebuchten an jeder Seite und einer herrlichen Grünlandschaft aus Palmen, Sträuchern und Blumen. Unzählige Schmetterlige, Vögel, Pelikane und andere Tiere sind entweder zu hören oder zu sehen. Ich mache noch einen weiteren Schorchelgang, bis sich durch lautes Donnern ein Gewitter in der Ferne anbahnte und uns zum Aufbruch führt. Wir packen alles zusmmen und wollen weiter fahren, doch einen kurzen Stopp machen wir noch an einem kleinen " Birding Trial", wo viele Tiere zu beobachten sein sollen. Nach nur wenigen Metern blieben wir stehen und merken gar nicht, dass wir beobachtet werden... Aber nach nur einigen Minuten verlassen wir fluchtartig den Weg... Ein Schwarm Mosquitos hatte es wohl auf uns abgesehen und bescherrt uns in dieser kurzen Zeit an die 20 neuen Stiche... Ja diese feuchte Gegend ist natürlich DAS Mosquitoparadies. Mit diesen neuen "Reviermarkierungen" gehts also weiter. Nach weiteren kurzen Stopps auf Key "Marathon" und "Islamorada" erreichen wir schließlich "Key Largo". Keine der Keys ist mit Key West vergleichbar, da die meisten einfach so schmal sind, dass außer einer Straße und einiger weniger Häuser dahinter kein Platz da ist. Key Largo ist da etwas größer und unser Hotel befindet sich am äußeren Ende der Insel. Das Hotel ist das bisher schönste auf unserer Reise, mit eigener Badebucht und schönem Pool. An der Rezeption erhalten wir noch den Tipp für eine schöne Bar in der nähe, inklusive eines 10 % Nachlasses. Dem Tipp folgen wir auch und sind vollends begeistert. Das Cafe Lago "Bayside Grille" liegt etwa 2 Meilen von unserem Hotel entfernt und direkt am Wasser. Es ist nicht sonderlich viel los, dabei steht der Sonnenuntergang direkt bevor und kann wohl nicht schöner bewundert werden als von hier.

Bei Live Musik, eiskaltem Bier und Salat und Burger lassen wir diesen wundervollen Tag ausklingen. Zurück im Hotel bemerken wir dann noch, dass Ann' s Bauch vom Sonnenbad und mein Rücken vom Schnorcheln doch leider etwas gelitten haben und ähnlich wie der Himmel beim Sonnenuntergang aussehen. Hoffentlich wird das bis morgen, denn dann machen wir ja noch einen richtigen Schnorchelausflug zum größten lebenden Korallenriff in den vereinigten Staaten. aber bin mir sicher das klappt. So jetzt noch eine Runde in den Pool und dann ab ins Bett.

Bis bald Frederic

Eine andere Welt !

Mittwoch, 23.07.2014

Heute beginnen wir den Tag sehr entspannt. Wir wissen, dass wir bis um elf das Hotel verlassen müssen und zur selben Zeit uns bei der Sundiver Station melden müssen um unsere vorgebuchte Schnorcheltour zu bestätigen. Doch unser Tag beginnt wie gewohnt mit dem amerikanischen Frühstück, welches heute überraschenderweise sehr kontinental daher kommt. Die Auswahl der Speisen ist für amerikanische Verhältisse riesig, und wir genießen frische Waffeln, Omletts und French Toast. Das Hampton Inn Hotel in Key Largo ist also nicht nur von der Lage und der Zimmer her zu empfehlen, sondern es kann auch mit dem reichhaltigen Frühstücksbuffet punkten. Nach dem Frühstück wollen wir heute mal ausnutzen, dass wir für 11 Uhr verplant sind und uns mit allem etwas mehr Zeit lassen. Ann Kristin legt sich noch ein wenig mit Buch aufs Bett, während ich mein Glück versuche um ein Manatee in der "Manatee Bucht" zu finden. Leider bleibt es beim Versuch und ich drehe eine Runde über die Hotelanlage. Das Wetter ist heute leider etwas bedeckt, doch noch regnet es nicht und für unsere gestreßte Haut tut so ein wenig mehr Schatten sicherlich gut. Gegen 10 beginnen wir mit dem packen. Heute werden wir ja nicht noch eine Nacht auf den Keys verbringen, sondern etwa 30 Meilen weiter und auf Höhe des Everglades Nationalparks in Florida City. Aber bis dahin wollen wir noch den Tag auf der Insel verbringen. Wir packen also alles zusammen und machen uns pünktlich auf den Weg. Es beginnt zu regnen und ein heftiges Gewitter zieht über die Insel mit Blitz, Donner und allem was dazu gehört. Unser, oder vor allem mein Traum im Korallenriff schnorcheln zu gehen droht zu platzen...  Wir kommen an der Station an und es regnet in Strömen. Ohne viel Hoffnung betreten wir den Laden um zu fragen wie die Lage ist, als uns die nette Dame bestätigt, dass wir trotzdem rausfahren, da über dem Riff meistens gutes Wetter ist. Puuuuh.... Tag gerettet..., doch Ann-Kristin bekommt etwas kalte Füße bei dem Gedanken bei diesem Wetter aufs offene Meer zu fahren. Doch die Tickets sind bereits bezahlt und nun hat sie eine Stunde Zeit sich darauf vorzubereiten. Der Regen lässt auch nach und die Sonne schielt immer mal wieder durch die Wolken. Am Hafen angekommen wird Ann langsam klar worauf sie sich da eingelassen hat und zweifelt stark daran mitzukommen. Die Panik vor zu starkem Seegang ist ihr buchstäblich ins Gesicht geschrieben. Dann ist es 12 und sie nimmt allen Mut zusammen und kommt mit aufs Schiff. Wir fahren mit der " Sundiver III".  Und ich kann es vorweg nehmen..., sie hat es nicht nur nicht bereut, sondern ist nun auch heil froh dabei gewesen zu sein.  Das Schiff legt mit ca. 35 Personen ab und wir erhalten die Sicherheitinfos zur verpflichtenden Schwimmweste und den Floßen. Der Seegang ist bei weitem nicht so schlimm wie erwartet und die Reise zum John Pennekamp Reef verläuft problemlos. Nach knapp dreißig Minuten halten wir mitten im Atlantik. Die Küste ist nur noch weit weg zu erahnen und außer einer Boje ist weit und breit nur Wasser zu sehen. Nun gehts los... Schwimmweste angelegt, Floßen fertig, Brille auf und Schnorchel dran und dann gehts los. Ann springt vor mir von Bord und ich kurz danach hinterher.... Wir tauchen ein in eine andere Welt.

 

Der genaue Punkt wo wir tauchen nennt sich "White Banks dry Rocks". Das Meer ist hier zwischen einem und fünf Metern tief. Schon beim eintauchen sehen wir unzählige bunte Fische, die sich in den ebenfalls bunten Korallen tummeln. Wir sind beide überwältigt von der Schönheit und wissen gar nicht wo wir zuerst hingucken sollen. Es gibt so viele verschiedene Arten hier zu sehen. Um nur einige zu nennen die wir gesehen haben: Baracuda, Doktorfische, Papageienfische, Neons, Falterfische und Sergeants. 

  

Es ist einfach nur wunderschön und man fühlt sich wie in einer fremden Welt. Zudem sind hier viele sehr große und lustige Korallen zu sehen. Es ist wie gesagt das einzige lebende Korallenriff in den USA. Mit der Unterwasserkamera versuchen wir einige Dinge festzuhalten, was jedoch wahrscheinlich nicht ausreichend gut gelingen wird, da man das hier live gesehen haben muss. Ein kleines Video dazu findet ihr  Hier. Die fast 2 Stunden vergehen wie im Flug ehe wir leider wieder an Bord kommen müssen.

Ich hätte den ganzen Tag hierbleiben können um weiter zu schnorcheln, da wir in den zwei Stunden immer wieder Fische gefunden haben, die wir noch nicht gesehen haben. Doch die Zeit geht zu Ende und wir fahren zurück in den Hafen. Das Wetter hat sich gut gehalten und zwischendurch kam gar die Sonne raus und ließ das Riff noch schöner erstrahlen. Der dreistündige Ausflug hat sich sehr gelohnt und war auf jeden Fall jeden Cent wert. Wer auch mal auf die Keys fährt MUSS diesen Ausflug machen. Wieder an Land überlegen wir schließlich, was wir mit dem restlichen halben Tag noch anfangen wollen, da zwischen der Schnorcheltour und der Fahrt nach Florida City nichts geplant ist. Nach kurzer Erholung mit ordentlich viel Wasser und einem kleinen Snack überlegen wir uns noch in den zum Riff gehörenden State Park zu fahren. Dieser liegt nur wenige Meilen vom Hafen entfernt und erstreckt sich über nur ein kleines Gebiet. Neben zwei kleinen Badebuchten können auch von hier Schnorcheltouren und Kanutouren gebucht werden, doch wir legen uns einfach nur an den Strand und relaxen in der inzwischen vollständig durchgebrochenen Sonne.

                                    

Auch hier sind einige Schnorchler im Wasser, doch ein Test von mir zeigt, dass es nicht ansatzweise so schön ist wie draußen im Riff. Gegen 17:30 Uhr wird der Park leerer und auch wir machen uns langsam auf den Weg um zu unserem Hotel, der Travelodge von Florida City zu kommen. Nach nur knapp 30 Minuten Fahrt erreichen wir dieses auch und sind auch hier sehr zufrieden was Lage und Ausstattung betrifft. Wir werden zwei Nächte hierbleiben und morgen von hier aus in die Everglades fahren. Doch unser Tag ist noch nicht vorbei. Kurz bevor wir am Hotel eintreffen, sehen wir noch die kleine Outlet Mall die wir nach einer verdienten Dusche und frischen Sachen noch besuchen fahren. Hier ist nicht sonderlich viel los, was das shoppen sehr angenehm macht. Draußen wird es dunkel und wir fahren mit einigen neuen Sachen noch etwas essen. Nach Burger, Steak und Hot Dog gab es heute Spare Ribs. Einfach genial und nicht mit deutschen Spare Ribs zu vergleichen. Da wir beide ziemlich müde von dem Tag sind fahren wir die halbe Meile noch zurück zum Hotel und liegen nun auf dm Bett...Das heißt ich... Ann räumt in ihrem Ordnungswahn mal wieder alle Koffer und Taschen auf. Komisch meine sind immer ordentlich...

Bis bald Frederic

Everglades !

Donnerstag, 24.07.2014

Florida City, könnte man meinen, sei die größte Stadt in Florida oder sogar seine Hauptstadt. Ähnlich wie bei Mexiko City oder Panama City. Doch Florida City passt da nicht in diese Reihe. Es handelt sich um eine winzigkleine Stadt, die eher als kleiner Vorort von Homstead gesehen werden kann. Und Homstead ist nur ein Vorort von Miami. Also kurz gesagt: hier liegt der Hund begraben ! Dennoch haben wir den Ort ja nicht ohne Hintergedanken gewählt. Von hier aus sind es nur etwa 10 Meilen bis zum Eingang des Everglades Nationalparks, den wir heute besuchen wollen...

Es ist bereits halb neun als mich Ann Kristin weckt. Etwas erschrocken von der, für diesen Urlaub späten Zeit zum Aufstehen, stehen wir beide auf und gehen zum Frühstück. Draußen regent es, was uns inzwischen kaum noch stört, da es in fünf Minuten auch schon wieder nach Temperaturrekord aussehen kann. Das Hotel ist schön angelegt und trotz der Nähe zum Highway One sehr ruhig. Beim Frühstück ist es ziemlich voll, weshalb wir uns nach draußen unter ein mit Palmenblättern bedecktes Häuschen setzen. Das Frühstück ist recht vielseitig und es ist für jeden etwas dabei. Heute lassen wir uns etwas mehr zeit als die letzten Tage, da sowohl die Fahrt zum Nationalpark nicht sehr weit ist und es noch immer in Strömen regnet. Nachdem wir beide satt sind gehen wir zu unserem Zimmer zurück um uns zu " bewaffnen". Überall werden und wurden wir vor den Mosquitos gewarnt und hatten ja auch bereits unsere Bekanntschaft mit Ihnen auf den Keys. Schlau wie wir uns fühlten haben wir extra für die Everglades lange dünne Hosen eingepackt, die nun endlich zum Einsatz kommen. Zudem ziehen wir auch langärmlige Oberteile an. Um dann noch die letzten Mücken abzuschrecken, sprühen wir uns großflächig mit Mückenabwehrspray ein. Nun fühlen wir uns startklar und gut gerüstet um den Kampf anzunehmen. Der Regen hat leicht nachgelassen und die Fahrt zum Park verläuft äußerst entspannt. Gegen 11 erreichen wir die Rangerstation und unser Jahrespass für alle Nationalparks Amerikas aus dem letzten Jahr beschert uns freien Eintritt.

Dann gehts in den Park. Nach wenigen Metern bereits erreichen wir den ersten "Trail" den wir wandern möchten. Im Park gibt es nicht sonderlich viele, aber der "Anhinga Trail" wurde uns empfohlen. Als wir aussteigen hat der Regen kurz zuvor aufgehört, doch sowohl die Temperaturen von über 90 Grad Fahrenheit und die extrem hohe Luftfeuchtigkeit erschweren das Wandern. Bereits in der ersten großen Wasserfläche liegt ein sehr großer "Gator" (Alligator). Unser erster in freier Wildbahn den wir sehen.

Schon sehr beeindruckend wie groß diese Tiere werden und wenn sie dann mal nicht hinter Gittern liegen, sondern freiwillig vor dir schwimmen ist das schon schön zu sehen. Wir machen uns auf den Weg, den knapp 1,5 km langen Rundweg zu laufen. Uns kommen einige Menschen entgegen, die sich heftige Mosquitokämpfe liefern, doch wir sind ja gerüstet... AUA ! Was ist passiert? Ann Kristin hat's auch erwischt. Langsam dämmert uns, dass unsere glorreiche Idee mit den langen Sachen und das Spray hier wohl keine Gültigkeit hat. Um uns herum schwirren immer wieder gleich mehrere Mosquitos. Besonders auf unsere Rücken scheinen sie es abgesehen zu haben, und sich dabei auch nicht an der Kleidung stören. Wir sehen unterwegs noch einige Tiere, doch wirklich genießen können wir den Rundgang nicht. Immer wieder müssen wir uns gegenseitig von Mosquitos befreien. Völlig durchgeschwitzt und mit einigen neuen Stichen kehren wir zum Auto zurück. So hatten wir uns das nicht vorgestellt. Wir beschließen zunächst nach Flamingo zu fahren um uns den einzigen Ort im Park mal anzusehen. Die 30 Meilen führen wie an der Schnurr gezogen geradeaus. Erinnerungen an Kalifornien werden wach, da uns auch hier vielleicht ein Auto entgegen gekommen ist. Ansonsten sehen wir nicht sonderlich viel. Die Landschaft ist sehr weitläufig und flach, aber aufgrund der hohen Sträucher entlang der Straße sieht man nicht sehr weit. Auf halber Strecke versuchen wir es mit einem anderen Trail nochmals. Doch keine Besserung. Auch Flamingo ist nichts besonderes und besteht eigentlich nur aus einem (momentan) geschlossenen Camping Platz und einem Hafen. Etwas enttäuscht steigen wir wieder ins Auto.  Im Park darf Ann Kristin mal fahren, da hier die Unfallgefahr ja eher gering ist. Doch aufgeben wollen wir noch nicht. Nach einem erneuten Bad im Mückenspray versuchen wir den ersten Trail erneut. Zunächst schauen wir sehr skeptisch immer wieder an uns herab ob sich weitere Mosquitos dem Kampf stellen, doch als diese ausbleiben schauen wir mehr und mehr nach Tieren. Es scheint, als wenn alle Mücken verschwunden wären und wir entdecken verschiedene Schildkröten, Alligatoren, riesige Heuschrecken, Fische und Vögel. .. So erscheint der Park in einem anderen Licht . Der Weg macht viel Spaß und wir halten immer wieder an um nach Tieren Ausschau zu halten. Als wir rum sind verlassen wir schließlich den Nationalpark. Nach einem kurzen Abstecher zum anderen großen Nationalpark, wollen wir eigentlich zum Hotel zurück. Doch unterwegs halten wir noch an einem Walmart um uns einige Dinge zu besorgen und gehen anschließend noch in " Sonnys BBQ " essen. Doch zum ersten mal in diesem Urlaub sind wir enttäuscht, da das Essen nicht sonderlich gut war... Ne es war schlecht. Die knappe Meile zum Hotel fahren wir zügig und nun liegen wir zum ersten mal in diesem Urlaub zusammen am Pool. Den Abend werden wir ganz ruhig ausklingen lassen. Unser kurzer Ausblick für morgen: Wir wollen eine Airboat Tour machen und eine Alligator Farm besuchen. Unser Ziel morgen ist "Naples" an der Westküste.So ich geh schwimmen...

Bis bald Frederic

Airboat Tour.

Freitag, 25.07.2014

Ein kleiner Ausschnitt:

Tief im Westen...

Freitag, 25.07.2014

Man oh man die letzten Tage vergingen einfach wie im Flug. Nun sind wir schon neun Tage hier, aber wir haben ja auch noch sechs vor uns also von daher noch alles im grünen Bereich. Heute werden wir die Reise in den Westen antreten. Quer durch die Everglades brauchen wir nur dem "Tamiami Trail" folgen, um nach Naples zu gelangen. Doch wollen wir natürlich nicht nur stupide im Auto sitzen, sondern uns die Fahrt so angenehm wie möglich machen und uns zwischendurch immer wieder kleine Highlights suchen, wo wir entweder pausieren oder sonst was machen. Wie bereits gestern gehen wir zunächst gegen kurz vor neun zum Frühstück. Wir setzen uns an den gleichen Platz wie gestern und obwohl wir im bereits 6. Hotel sind, ist das Frühstück doch überall fast gleich und daher etwas eintönig. Doch wir finden schließich noch etwas um satt zu werden und machen uns auf unsere Koffer zu packen. Nach einem kurzen Skypegespräch mit zu Hause, stehen die Koffer schnell im Auto und nach einem kurzen Tankstopp geht die Reise los. Von Florida City bis Naples sind es etwa 120 Meilen, die wir in mehreren Etappen zurücklegen wollen. Unsere erste Etappe führt uns etwa 25 Meilen tief in die Everglades. Hier halten wir am "Gator Park".

Hier wollen wir eine Airboat-Tour machen und uns einige Alligatoren aus nächster Nähe anschauen. Kurz nachdem wir die Tickets gekauft haben, werden wir auch schon zum Boot gerufen. Ann-Kristin und ihr Magen hatten nicht mal genug Zeit über Sinn und Unsinn dieser erneuten Bootstour nachzudenken, da legen wir bereits ab. Unser Bootsführer hat eine Stimme wie ein Pirat, der jeden Tag ein Fäßchen Rum trinkt und zudem viel schreit. Seine rauhe aber zugleich liebevoll Art uns die Pflanzen und Tiere zu erklären ist herrlich. Zunächst fahren wir im Schneckentempo eine Schneise entlang wo wir auch einige Gators zu sehen bekommen. Aber nach etwa 500 Metern biegen wir schließlich ab und sind auf offenem Feld. Nun gehts los... Mit rasender Geschwindigkeit und vielen gedrifteten Kurven, heitzen wir über Wasser und Gras hinweg. Der Motor des Airboats dröhnt. So fahren wir einige Minuten im Zick-Zack durchs Gelände. Mitten im Nichts halten wir schließlich und erhalten einige interessante Infos zu den Everglades. Unser "Pirat" macht seine Sache wirklich gut und ruft immer wieder nach seiner "Nelly" einem Alligator-Weibchen, welches angeblich nur auf seine Stimme hört. Doch ohne Erfolg treten wir die Rückfahrt an. Wieder rasen wir übers Wasser und werden dabei richtig nass. Doch es ist eine riesen Gaudi und macht super Spaß. Noch einige Alligatoren und Schildkröten später legen wir leider schon wieder am Hafen an. Kann man auch einfach nur empfehlen. Nachdem wir wieder an Land sind, geht es in eine Wildlife Show. Hier werden uns viele Tiere der Sümpfe präsentiert. Skorpione, Kröten, Kakadus und natürlich Alligatoren. An einigen ausgewachsenen Tieren zeigt uns der Ranger, wie groß und kräftig die Tiere sind... In Deutschland würde man dies wohl mit Modellen und nicht mit lebenden Tieren machen, aber informativ und spannend war es schon. Im Anschluss konnte man sich mit einem Babyalligator auf dem Arm fotografieren.

Die fühlen sich echt ganz anders an als man es meinen würde. Eine nette Sache. Den zum Park gehörenden Tierpark mit vielen Alligatoren konnte man da eher vergessen. Aber insgesamt eine tolle Sache. Wir machen uns weiter auf den Weg in Richtung Westen und biegen nach etwa weiteren 25 Meilen auf die Loop Road ab. Dies ist eine ca. 15 Meilen lange Schotterstraße, die immer geradueaus quer durch die Everglades führt. Hier möchte man keine Autopanne haben, da uns vielleicht zwei Autos entgegen gekommen sind.

Während in den Monaten der Trockenzeit hier die Krokos sich oft auf der Straße sonnen, können wir leider nur zwei kleine in den Büschungen entdecken. Für die Strecke benötigen wir etwa eine Stunde und auf den letzten Metern liegt Ann Kristin dösend neben mir auf dem Beifahrersitz. Als wir wieder befestigten Boden unter den Rädern haben, fahren wir weiter bis Okechobee. Dieser kleine Ort liegt mitten in den Glades und beheimatet das kleinste Postamt der USA, welches direkt am Straßenrand liegt. Hier machen wir die nächste kurze Pause. Eigentlich wollen wir nun durchfahren bis nach Naples, doch unterwegs kommen wir an einem sehr schön aussehenden Trail im "Big Cypress Preserve" vorbei. Bisher hatten wir heute noch kein Mosquotoproblem und wir überlegen uns dreimal, ob wir es wagen sollen, doch entscheiden uns schließlich dafür. Wie im Regenwald laufen wir einen schmalen Holzsteg entlang und können völlig unbekannte Töne hören und viele Zypressen. Mosquitos sind auch hier kein Problem und so laufen wir die etwa 2,5 Km lange Strecke sehr entspannt. Zwar finden wir leider keinen der hier lebenden Florida Panther, doch eine kleine Wasserschlange und viele Insekten. Wieder am Auto angekommen, fahren wir nun die verbleibenden 30 Meilen bis Naples. Unser Hotel liegt direkt am Tamiami Trail und ist wieder einmal gut. Die deutschen Besitzer geben uns einige Tipps, wo wir am besten zum Strand gehen und wo am besten zum Sonnenuntergang. Den Strandtip nehmen wir sofort an und machen uns auf. Naples ist eine sehr schöne kleine Stadt, wo anscheinend eher die gutbetuchten "Floridianer" wohnen. Der Strand ist karibisch schön mit weißem Pudersand. Das Wasser fällt sehr seicht ab und man kann sehr weit reinlaufen. Nach einer ausgiebigen Schwimmrunde legen wir uns einfach in den Sand und lassen uns "braten". Als unsere Parkuhr leider abläuft kehren wir ins Hotel zurück um nach kurzer Stipvisite am Pool uns für den Abend umzuziehen. Wir fahren zum Naples-Pier um uns hier den Sonnenuntergang anzusehen. Der Maße an Leuten zufolge, muss es auch echt schön sein. Zwischen den vielen "Fototouristen" stehen auch sehr viele Angler. Wir suchen uns ein schönes Plätzchen und genießen den wirklich wunderschönen Sonnenuntergang. Plötzlich meine ich eine Haifloße gesehen zu haben.... Ann Kristin hat sie nicht gesehen und ich denke bereits mich geirrt zu haben, als beinahe direkt vor uns ein Delfin auftaucht.

 Er schwimmt langsam den Pier entlang und zeigt immer wieder seine Rückenfloße. Sonnenuntergang,...Delfin,...Traumstrand.... Kitschiger gehts eigentlich kaum noch, aber schön war es trotzdem. Gepackt von dem Tier, suchen wir nun natürlich das Meer ab um weitere Delfine zu finden. Ab und zu taucht er nochmal kurz auf. Zudem schwimmt ein großer Rochen unter uns her. Hier könnte sich schnorcheln auch lohnen. Nachdem die Sonne komplett verschwunden ist und sich der Pier langsam leert, fahren wir schließlich auch und gehen noch in der "Cheesecake factory" essen.  

Super gut und da wir den ganzen Tag noch nichts gegessen hatten außer Frühstück hatten wir auch einen Bärenhunger. Gut gesättigt fahren wir ins Hotel und liegen nun bereits im Bett. Morgen gehts nach Fort Myers weiter, doch wollen wir uns vorher noch Naples etwas anschauen. Nach Fort Myers sind es auch nur knapp 30 Meilen, weshalb wir richtig richtig Zeit haben.

Bis bald Frederic

Sand-Dollar zum Shoppen?

Samstag, 26.07.2014

Der Morgen in Naples ist bereits sehr sonnig und warm. Wir stehen heute wie in den letzten Tagen gegen 8 Uhr auf und machen uns auf den kurzen Weg zum Frühstück. Zu den üblichen amerikanischen Zutaten gibt es hier noch Bratkartoffeln und eine heiße Hackpfanne zur Auswahl. Wir kommen glücklicherweise einige Minuten bevor es im Restaurant extrem voll wird, wodurch wir uns noh einen Platz aussuchen können. Da wir also etwas eher als alle anderen begonnen haben, sind wir auch etwas eher fertig, so dass wir den Pool ganz für uns alleine haben. Und der Pool ist hier echt besonders, da zumindest die Hälfte satte drei Meter tief ist und man somit richtig schwimmen und tauchen kann.  Hier ziehe ich einige Bahnen, ehe wir unser Zimmer ein weiteres Mal räumen und das Auto beladen. Die Strecke bis zu unserem nächsten Hote beträgt nur etwa 30 Meilen, wodurch wir heute viel Zeit haben um andere Dinge zu tun außer Auto zu fahren. Wir haben uns vorgenommen, den Vormittag fürs shoppen zu nutzen, da wir nicht vor zwei ins Hotel können passt das natürlich gut ins Tageskonzept. Nachdem wir in einer direkt neben unserem Hotel liegenden Mall nicht wirklich fündig werden, fahren wir weiter zum "Miramar Outlet Center", welches sich zwischen Naples und fort Myers befindet. Hier lohnt es sich für uns etwas mehr und wir werden nicht bloß in einem Laden fündig. Allein das Outlet von Abercrombie ist seeeehr interessant, aber aauch viele andere Läden haben gute Preise und lassen uns das ein oder andere Schnäppchen absahnen. Anstrengend ist hier sicher, dass das Outlet open Air ist und nicht in einer Mall zusammen gefasst. An sich ja ganz schön so in der Sonne, doch der Körper bekommt jedes mal einen Schock wenn es in einen anderen Laden geht, da ständig zwischen 33°C außen Temperatur und gefühlten 15°C Innentemperatur gewechselt wird. Nun ja wir finden jedenfalls eine Menge schöner Dinge...

Gegen halb Zwei machen wir uns mit dem Auto weiter auf den Weg, um die letzten Meilen zu unserem Hotel nach Fort Myers zu fahren. Bei dem "Best value Inn" handelt es sich jedoch leider um eines der schlechteren Hotels dieser Reise, da es bereits ziemlich in die Jahre gekommen ist. Aber nur für die zwei Übernachtungen wirds reichen. Wir wollen uns gar nicht lange Aufhalten und machen uns strandfertig. Eingecremt mit Handtuch, Kamera und Flip Flops bewaffnet fahren wir nach Fort Myers Beach. Eigentlich wollen wir zum "Lovers Key State Park", doch da der himmel so ausseht, als ob es nicht mehr lange so schön sonnig bleibt, halten wir direkt am Pier von Fort Myers Beach und legen uns in den feinen weißen Sand.

 

Wie jedoch bereits vermutet, liegen wir keine 20 Minuten, als die Sonne von Wolken bedeckt wird. Zum Glück bleibt es trocken und so können wir immerhin einige Fotos am Wasser machen, da es hier noch etwas besser ist. Natürlich haben wir direkt einen Parkschein bis nach Sonnenuntergang genommen, doch bei dem Wetter? Naja so richtig wissen wir zunächst nix mit uns anzufangen, da es bis dahin noch knapp 2 Stunden sind. So vertreiben wir uns die Zeit indem wir auf den Pier laufen und uns ein wenig am Strand umsehen. Schließlich entscheiden wir uns ein Stück zu laufen. Wir laufen am Wasser entlang und finden einige fantastische Muscheln. Auch sehen wir viele der hier vorkommenden sogenannten "Sand Dollar", einer Unterart der Seeigel, die ganz flach sind und mit vielen kleinen Härchen überzogen sind.

 

Wir laufen eine ganze Weile und finden viele schöne Hotels und Badestellen. Nach einer knappen Dreiviertelstunde erreichen wir schließlich das Ende des langen Sandstrandes, der in eine Bucht zu einem kleinen Hafen endet, der San Carlos Bay.  Vor uns liegt die Brücke nach Sanibel Island, wo wir morgen hinfahren wollen. Es hat sich leicht aufgeklart und wir wollen von hier den Sonnenuntergang beobachten. Bei uns sind nur einige wenige Menschen, da das nächste Hotel eine ganze Ecke entfernt ist. Plötzlich ist eine Unruhe zu vernehmen und einige Leute laufen mit Kameras nah ans Wasser...  Wir schauen nach was da ist und sehen einige Manatees, die nur wenige Meter vor uns im Wasser liegen. Welch Riesentiere... Außerdem sehen wir noch Delfine die in der Bucht auf und abschwimmen. Der zudem noch vierte schöne Sonnenuntergang in Folge rundet dieses tolle Erlebnis ab.   

                                                   

Als die Sonne schließlich unter gegenagen ist gehen wir zu unserem Auto, fahren noch eine Kleinigkeit bei "Five Guys" essen und liegen nun im Zimmer um ins Bett zu gehen. Morgen haben wir ja mal wieder viel vor. Also.. Gute Nacht aus Florida und guten Morgen nach Deutschland...

Bis bald Frederic

 

 

 

 

Sanibel, Captiva und Coconut

Sonntag, 27.07.2014

Good morning Fort Myers... Heute morgen stehen wir bereits vor acht auf, um zum Früstück zu gehen. Das liegt zum einen daran, dass wir gerne möglichst früh nach Sanibel Island wollen aber auch daran, dass bei uns im Hotel eine ganze Cherleeder Mannschaft abgestiegen ist, und diese sich bestimmt auf einen Einsatz vorbereiten und dafür alle frühstücken wollen... Also um der Überfüllung zu entgehen sind wir früh beim Frühstück was sich auch positiv auswirkt. Wir fahren gegen neun los um auf die Insel der "Sea-shells" (Muscheln) zu fahren. Bis zur Brücke, die mit 6 $ Maut auf die Urlaubskasse schlägt, sind es etwa 15 Meilen. Die Überfahrt dauert hingegen nur wenige Minuten und die Insel ist auch nicht besonders groß, sodass wir uns eigentlich nicht verfahren können. Unser Ziel ist der Bowman-Strand, der gleichzeitig für den schönen Strand als auch die vielen Muscheln bekannt ist. Heute ist in Amerika irgend ein Feiertag, weswegen alle Parkplätze umsonst sind. Dies kommt uns natürlich sehr entgegen, da sonst 2 $ pro Stunde fällig geworden wären. Da es "erst" 10 Uhr ist, ist auf dem Parkplatz noch nicht viel los, und auch der Strand ist ziemlich leer. Wir suchen uns ein schönes Plätzchen im Sand wo wir uns ausbreiten. Das Wetter ist heute perfekt. Ein kleines Lüftchen weht und die Sonne strahlt. Selbst das Meer hat hier eine echt angenehme Temperatur. Der Strand ist echt schön und kilometerlang. In beide Richtungen kann man nur Sand und Meer sehen. Nach einer kurzen Abkühlung legen wir uns einfach in den Sand und genießen die Sonne. Länger als eine halbe Stunde ohne Abkühlung hält man es dann aber doch nicht aus. Während Ann-Kristin das Sonnenbad weiter genießt, mache ich mich auf den Weg den Strand entlang zum Muscheln sammeln und Fotografieren. Meine kleine Wanderung dauert etwa 1,5 Stunden, in denen ich viele wunderschöne Muscheln sammle und tolle Fotos machen kann.

Der Strand ist nach nur wenigen Metern menschenleer und immer wieder finden sich abgesperrte Gebiete, wo sich Schildkrötennester befinden. Die Sonne ist inzwischen richtig heiß und als ich zurück bin gehts erstmal wieder ins Wasser. Nach einer weiteren Sonnenbad-Session laufen Ann und ich noch ein Stück in die andere Richtung des Strandes. Unweit der Küste tauchen immer mal wieder Delfinfloßen auf, die hier ihre Bahnen ziehen.

 

Als wir zurück an unserem Handtuch sind, beschließen wir bald einzupacken. Inzwischen sind wir gute 4 Stunden in der Sonne, und wir merken, dass es unserer Haut langsam reicht. Wir duschen noch schnell, ziehen uns um und fahren mit dem Auto noch bis ans Ende der Insel und rüber auf die Nachbarinsel nach Captiva Island. Doch aufgrund der freien Parkplätze, ist hier rein gar nix zu machen und so drehen wir und fahren langsam zurück. Kurze Stops legen wir noch am historischen Leuchtturm und kurz vor dem "Causeway" also der Brücke zurück aufs Festland ein. In der Ferne können wir auch schon wieder die Sommergewitter sehen und hören.

Auch die Sonne ist inzwischen hinter einer diesigen Wand verschwunden. Da haben wir wettertechnisch wohl sehr gut geplant ! Wir haben noch den ganzen Nachmittag zur Verfügung und fahren auf Empfehlung nochmal in eine nicht allzuweit entfernte Mall. "Coconut-Point". Eine weitere riesige Mall, wo wir allerdings nur in wenige Läden gehen, dort jedoch fündig werden. Inzwischen ist es bereits sechs Uhr und wir stärken uns bei "Jonny Rocket" mit Burger, Chicken und Oreo-Milchshake. Für den Abend haben wir uns vorgenommen noch mal nach Fort Myers Beach zu fahren, da es uns dort gestern sehr gut gefallen hatte. Als wir einen Parkplatz gefunden haben und am Strand sind ist die Sonne bereits sehr tief und wir laufen noch ein Stück am Strand entlang.

Es ist trocken geblieben und die Temperaturen sind sehr angenehm. Es ist bereits stockdunkel als wir wieder am Auto ankommen und nach 13 Stunden nun zurück ins Hotel wollen. Unterwegs besorgen wir uns noch etwas zu trinken und liegen nun erschöpft wie jeden Abend im Bett. Morgen läuten wir den Endspurt ein. Noch drei Nächte in drei verschiedenen Orten liegen vor uns aber auch noch mindestens genauso spannende Tage wie bisher. Morgen gehts nach Sarassota. Also dann...

bis bald Frederic.

See you later Alligator.

Montag, 28.07.2014

*Gähn* Guten morgen zusammen... Heute beginnt bereits der 12. Tag unserer Reise und die Punkte auf unserer Karte nähern sich langsam wieder Orlando an. Tja aber damit zu hadern, dass der schöne Urlaub sich dem Ende neigt bringt ja nix, sondern wir sollten auch die letzten Tage mit voller Vorfreude und Spaß angehen. Heute morgen gehen wir also erst um neun zum Frühstück. Die übliche Waffel, der gleiche unechte Saft mit 0 % Fruchtgehalt und die gleichen Kellogs Sorten wie jeden morgen bringen wieder ein Stück Kontinuität in den sonst so abwechslungsreichen Rundtripp. Die Koffer haben wir bereits gestern Abend wieder reisefähig verpackt, sodass wir sie nun nur noch ins Auto schmeißen müsssen und die Zimmerkarten abgeben brauchen. War wirklich das schlechteste Hote bisher auf unserer Reise, wobei wir hier auch schon auf höherem Niveau meckern, da die anderen Motels wirklich allesamt super waren. Wir fahren also vom Hof und haben nun etwa 60 Meilen Interstate vor uns. Die sechs- bis achtspurige Straße führt uns in Richtung Sarasota. Bereits gestern haben wir ein wenig geplant, wie wir unseren Tag in Sarassota gestalten wollen. Unsere erste Adresse ist der "Myakka River State Park".

 Nun kann man sicher sagen:" Noch ein State-Park?" Ja klar, denn der Myakka State Park ist der größte und älteste in ganz Florida und bietet viele Wanderpfade und einen großen See. Nach etwa einer Stunde Fahrtzeit und einer neuen Folge der "5 Freunde", kommen wir am Park an. Er liegt mitten im Myakka Forrest gebiet und daher quasi mitten im Wald. Es führt nur eine schmale Straße in Schlangenlinien zwischen den Bäumen hindurch. Da wir nicht genau wissen wo wir zuerst halten sollen, beschließen wir zum See zu fahren, der am Ende des Parks liegt. Hier legen auch Airboats ab um eine Runde über den See zu drehen. Doch solch eine Tour haben wir ja bereits in den Everglades gemacht. Uns interessierte etwas ganz anderes... Auf dem See und dem angrenzenden Fluss können auch Kanufahrten gemacht werden.  Was ein Gedanke... Wir im Kanu und um uns und unter uns Alligatoren !!! Super Sache... Wir fragen direkt nach den Konditionen und leihen uns auch gleich ein Kanu aus. Boot zu Wasser, Schwimmwesten an Bord und Paddel ins Wasser.

Der Ranger empfiehlt uns den Fluß hinauf zu paddeln, da wir dort vermutlich die meisten Alligatoren sehen werden. Da blieb uns nur noch zu hoffen, dass genug Fische oder anderes Essen vorhanden sind und wir einfach nicht schmecken mit Anti-Mücken-Dipp am Körper . Wir sind keine 5 Minuten auf dem Wasser, da geschieht jedoch erstmal etwas anderes sehr typisches.... Regen... ach was sag ich, PLATZREGEN !  Innerhalb weniger Minuten sind wir bis auf die Haut nass. Zum Glück hält der Regen maximal 10 Minuten an, doch es reichte eben um wie nach einem Poolbesuch auszusehen. Wenig später kommt zum Glück die Sonne wieder hervor, und der Regen wird vom Kummer zum Segen. Während es wieder weit über dreißig Grad ist, kühlt die nasse Kleidung den Körper wunderbar. So paddeln wir dahin und sehen immer wieder Alligatoren.

Teilweise liegen oder schwimmen diese nur wenige Meter neben unserem Boot oder tauchen unter unserem Boot davon. Doch durch das trübe Wasser können wir nicht weiter als 1-2 Zentimeter tief schauen. Komisches Gefühl zu wissen, dass unter einem gerade ein etwa 4 Meter langer Alligator herschwimmt...   Nach etwa einer Stunde

 auf dem Fluß wenden wir und fahren den Weg nun gegen die Strömung zurück. Unsere nassen Sachen könnten inzwischen auch wieder vom Schweiß nass sein, so heiß ist es. Immer wieder sehen wir Gator oder anderer Sumpfbewohner. Wieder auf dem See angekommen, drehen wir noch eine kleine Runde und geben das Boot nach knapp zwei Stunden wieder zurück. Ein wundervoller Ausflug. Im Imbiß teilen wir uns einen Ceasars Salad und anschließend gibts für jeden ein Eis. WOW die Kugeln waren bestimmt Faustgroß und mit diesem Wissen hätte es eine sicher auch getan. Auf einem Steg sehen wir zwei Anglern zu, die quasi im Minutentakt Fische am Haken haben. Direkt unter uns liegt ein rieseger Alligator, der auf kleine Leckerbissen der Angler speckuliert.

 Als wir das Eis schließlich auf haben, fahren wir weiter um noch einen der Pfade zu laufen. Sie führen durch dichten Wald. An einer Aussichtsplattform legen wir die letzte Pause ein, ehe wir, am Auto angekommen, den Park wieder verlassen. Nach Sarasota und zu unserem Hotel sind es von hier aus nochmal etwa 20 Meilen. Unser Hotel liegt bereits wie die letzten beiden direkt am Tamiami Trail, der uns auch morgen bis nach Tampa führen wird. Wir sind einer von nur wenigen Gästen und werden wie in vielen Hotels zunächst zum Weltmeister Titel beglückwünscht. Da wir beide ziemlich ko. sind und bei der Kanufahrt bereits viel Sonne abbekommen haben, legen wir uns eine Weile in den Schatten an den Pool und skypen mit "zu Hause". Gegen Sechs wollen wir dann aber doch nochmal los, um wenigstens ein bisschen von Sarassota zu sehen. Im Jahr 2011 wurde hier ein Strand zum schönsten Strand der USA gewäht. Der Siesta Beach. Klar das wir den sehen müssen. Doch da Sonntag und zudem der Sonnenuntergang nicht mehr weit ist, ist es so brechend voll, dass wir ihn zwar schön finden, aber nun ja... Fort Myers Beach oder Sanibel Island waren da nicht wesentlich schlechter. Aber wir laufen dennoch ein Stückchen.

Der Sand ist hier ebenfalls puderzuckerweiß und -weich, sodass es echt Spaß macht darauf zu laufen. Den Sonnenuntergang sparen wir uns heute und fahren lieber noch ein wenig durch Downtown und an der Marina entlang, ehe wir zum Dinner ins "Outback Steakhouse" fahren. Sehr leckeres Essen und nur zu empfehlen.

 Gut gesättigt fahren wir nun zunächst zum Hotel zurück, aber nur um uns kurz frisch zu machen, da wir ja noch nicht genug Action heute hatten. Zum Abschluß des Tages fahren wir zum Adventure-Golf mit lebenden Alligatoren und Golfbahnen in Tropfsteinhöhlen. Ein gelungener Abschluss den ich deutlich mit 44:54 für mich entscheiden kann. Nun reichts dann aber doch und wir liegen im Hotel. Morgen gehts nach Tampa wo wir auch schon wieder einige Pläne haben, die eigentlich nicht in 24 Stunden machbar sind. Aber mal sehen haben ja bisher auch immer alles irgendwie untergekriegt. Gute Nacht aus Sarasota.

Bis bald Frederic

Let's go Rays !

Dienstag, 29.07.2014

Puuuh heute wollen wir irgendwie nicht aus den Federn. Vielleicht war das gestern doch alles etwas viel. Schließlich waren wir ja über 12 Stunden unterwegs und haben wieder einmal so viele Eindrücke mitgenommen. Da wir für heute zwar viele Ideen haben, diese uns jedoch alle nicht zu 100 % zugesagt haben, beschließen wir einfach mal länger liegen zu bleiben. Unsere Deadline liegt bei 11 Uhr bis wir das Hotel verlassen müssen und da es erst 8 Uhr ist beschließen wir den Tag mal ganz "Urlaubs-like" anzugehen. Da wir schon gestern beim einchecken gesehen haben, dass das Frühstück hier im Stehen eingenommen wird, bemühen wir uns nur kurz ins Office um uns die Sachen mit aufs Zimmer zu nehmen. Heute gibts keine Waffeln und keine Eier. Cornflakes und Toast stehen zur Auswahl, was die gestern noch gelobte Frühstücks-Kontinuität schon wieder über den Haufen wirft. Wir schnappen uns ein Müsli und eben ein Toast (welch Überraschung) und nehmen die Sachen mit aufs Zimmer, wo wir zum ersten Mal in diesem Urlaub den Fernseher einschalten und ein wenig Frühstücksfernsehn anmachen. Nachdem Frühstück legen wir uns nochmals aufs Bett um nach einigen Ideen zu suchen, auf die wir beide Lust haben. Es geht ja nach Tampa und dies ist nun mal eine Großstadt mit nicht besonders vielen Highlights, wenn man mal von den Freizeitparks absieht, die jedoch für uns nicht in Frage kommen. Da die Zeit uns ein wenig davonläuft beschließen wir zunächst relativ planlos in Richtung Tampa zu fahren und zu schauen, was uns denn unterwegs so über den Weg läuft. Gegen halb Elf wird auch die Rezeption schon etwas ungeduldig und ruft in unserem Zimmer an, ob wir denn noch auschecken wollen. Na klar, aber 11 Uhr heißt doch 11 Uhr oder in Amerika nicht ? Nun reizen wir die Zeit schon allein aus Prinzip voll aus und Ann betritt um 10:58 Uhr die Rezeption zum auschecken. Nun geht es also in Richtung Tampa. Kurz bevor wir fahren, findet Ann noch ein Outlet Center, was sich quasi auf unserem Weg in Ederton befindet. Nun ja... nichts weltbewegendes, da wir nun ja schon in einigen dieser Center waren, aber immerhin mal ein erstes Ziel. Wir fahren auf die Interstate 75 in Richtung North um 60 Meilen zu fahren. Die Mall finden wir sehr leicht und wir gehen also mal wieder eine Runde shoppen. Zwar sind wir in eigentlich immer den gleichen Läden, doch in jedem Center sind andere Sachen gerade besonders reduziert. So werden bei Converse nochmal die vorhandenen Modelle nach Hause geschickt, um nach möglichen Kandidaten zu fragen. Meine Schwester findet hier ein Paar die ihr gefallen und die ich ihr nun mitbringe. So laufen wir unsere Lieblingsläden ab und sind gegen 14 Uhr wieder am Auto um weiter nach Tampa zu fahren. Da wir für den Abend noch einen besonderen Programmpunkt haben, beschließen wir heute mal mittags etwas essen zu gehen und geben ins Navi die Adresse der Cheesecake Factory ein, da wir noch unbedingt einen Cheesecake probieren wollen.

Das Restaurant befindet sich im "Food Court" der International Plaza Mall direkt am Flughafen von Tampa. Es gibt einen Buffalo Burger und Pasta für Ann-Kristin. Natürlich sind wir wieder so satt, dass wir erneut keinen Kuchen mehr schaffen. Doch wir beschließen, nachdem wir eine Runde durch die Mall spaziert sind, dass wir uns einen zum Mitnehmen für heute Abend einpacken lassen. Nun solls aber zum Hotel gehen, denn die Zeit wird langsam knapp.... Wir fahren also zu unserem Hotel, welches zu den besten des Urlaubs zählt.

 

Sooooo ein riesen Zimmer hatten wir bisher noch nicht. Und auch die ganze Anlage scheint Tip-top zu sein. Wir schmeißen nur die Koffer ins Zimmer und ziehen uns um, ehe wir wieder zum Auto müssen. Denn es ist bereits 17 Uhr und um 19 Uhr gehts ja schon los... Ja was denn? Heute Abend fahen wir noch nach St. Petersburg. Dazu brauchen wir keinen Flieger nach Russland zu besteigen, sondern nur den langen Causeway über die Tampa Bay fahren, da die Nachbarstadt von Tampa ebenfalls so heißt . Wir schauen uns ein Baseball-Spiel der MLB an (Major league Baseball). Die "Tampa Bay Rays" spielen gegen die "Milwaukee Brewers"...

  

Durch den Feierabendverkehr benötigen wir etwas länger als geplant, kommen aber noch rechtzeitig um einen günstigen Parkplatz und Tickets zu bekommen. Etwa 20 Minuten vor Spielbeginn sind wir in der Halle... Jawohl Halle, denn da es in Florida so häufig regnet spielen die Rays in der Halle. Das "Tropicana Field" ist gerademal zur Hälfte etwa voll, was jedoch angesichts des Spielplans von etwa 5 Spielen pro Woche schon recht beachtlich ist .

Der erste Gänsehautmoment ist bereits vor dem Spiel.

Die Amis feiern hier ja vor jedem Spiel ihr Land mit Live gesungener Nationalhymne ( hier im Video). WOW... Dann geht das Spiel los und Ann und ich sitzen da mit genauso viel Ahnung vom Baseball wie vom Dudelsack spielen... Grob haben wir uns die Regeln bei Wikipedia durchgelesen, aber so richtig kapieren wir das trotzdem nicht. Joar und so ist es am Anfang zunächst ein spannendes Erlebnis, wird jedoch mit der Zeit ein wenig langatmig, weshalb wir eine Runde durch die Halle drehen und uns die zusätzlichen Vergnügungsangebote abseits vom Spiel anzusehen. Die gesamte Halle ist auf etwa 24 °C runtergekühlt. Erst gegen Ende des knapp 2,5 stündigen Spiels kommt richtig Stimmung auf. Wir sind natürlich für die "Rochen" aus Tampa, die das Spiel nach 8,5 Innings auch mit 2:1 gewinnen.

Nicht nachfragen... Wir haben das auch nicht ganz kapiert wieso . Aber fast alle (außer die Gästefans) sind glücklich und gut drauf. Ein echt tolles Erlebnis, mit den häufigen Aufforderungen zum klatschen und der typischen Orgel... Nach Spielschluss fahren wir gemütlich ins Hotel zurück und ich kann noch für 5 Minuten in den Pool hüpfen ehe er um 11 Uhr schließt. Nun sitzen wir alleine auf einer Terasse mit unserem köstlichen Cheesecake und den letzten beiden Corona und genießen den lauwarmen Abend.

War ein schöner Tag.... Morgen kommt die vorletzte Etappe, ehe wir zurück nach Orlando fahren. Es geht nach Crystal River, wo wir noch eine Manatee-Schnorcheltour machen werden. Zuvor wollen wir morgen noch einmal an den Golf fahren und uns ein wenig in den Sand legen. So jetzt genießen wir noch den Abend.

Bis bald Frederic

 

Regen zum Abschluss?

Mittwoch, 30.07.2014

Obwohl es gestern bei uns ziemlich spät wurde, haben wir unseren Wecker bereits um acht wieder klingeln lassen. Zwar ignorieren wir auch die folgenden Versuche in den nächsten dreißig Minuten, doch um halb neun stehen wir dann doch auf. War ein echt schöner Abend gestern. Heute steht unsere letzte Reise zu einem neuen Ort auf dem Plan. Wir werden unsere nördlichste Station erreichen und nach Crystal River fahren. Doch bevor wir diesen Weg antreten, gehts wieder einmal zunächst zum Frühstück, welches im Gegenteil zum Rest des Hotels doch eher enttäuschend ist. Doch wir finden dann doch noch etwas um nicht mit ganz leerem Magen in den Tag zu starten. Noch bevor wir aus dem Hotel auschecken, ziehen wir nochmal unsere Badesachen an und legen uns an den Pool. Noch ist niemand hier, was eventuell auch an dem schlechten Wetter liegen könnte. Zwar regnet es nicht, doch der Himmel ist komplett zugezogen und in der Ferne ist leichtes grummeln zu hören. Doch das stört uns überhaupt nicht. Nach einer knappen Stunde müssen wir uns dann jedoch leider aufraffen unsere Koffer zu packen und zum vorletzten mal auszuchecken. Für den Rest des Tages haben wir uns lediglich vorgenommen an irgendeinen schönen Strand zu fahren und uns in den Sand zu schmeißen. Ann-Kristin füttert daher das Navi mit den Daten eines Strandes ganz in der Nähe des letzten Hotels. Doch wir sind gerade losgefahren, als es heftig anfängt zu regnen. Leider ist für den Rest des Tages in Tampa dieses Wetter vorhergesagt und es sieht auch nicht so aus, als ob sich das Wetter in den nächsten Minuten oder gar Stunden ändern würde.  Das bedeutet für uns: Planänderung! Bei so einem Wetter möchten wir natürlich erstmal nicht ans Meer. In der Hoffnung, dass sich das Wetter noch bessern wird, gibt es in Amerika einige Möglichkeiten seine Zeit zu verbringen. Wir entschließen uns wie immer wenn schlechtes Wetter ist und suchen nach einer geeigneten Mall in der Nähe, wo wir etwas bummeln können und trocken bleiben. Auf dem Handy wird Ann-Kristin schließlich fündig und sucht die "Gulf View Square" in  Port Richie heraus.

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Diese liegt nur einige Meilen von unserer eigentlichen Route entfernt und bietet daher ein perfektes Ziel um "sich unterzustellen". Die Mall ist für amerikanische Verhältnisse nicht die größte, könnte jedoch problemlos mit den großen Einkaufszentren im Ruhrgebiet konkurrieren. doch der Unterschied ist, dass sie mitten in der Pampa liegt und wir gefühlt die einzigen Kunden sind. Es ist nichts los! So laufen wir durch einige Geschäfte und verbringen eine Weile damit, das Sortiment der einzelnen Läden mit den anderen 1000 Filialen zu vergleichen die wir bereits gesehen haben. Als wir die Mall wieder verlassen und zum Auto gehen, hat es tatsächlich aufgehört zu regnen und wir geben die ursprüngliche Adresse des Strandes ein. Die ca. 60 Meilen verkürzen wir mit einer weiteren Folge der 5 Freunde und kommen gegen Zwei in Crystal River an. Der Strand ist etwa neun Meilen von unserem letzten Hotel entfernt, wo wir jedoch erst um drei einchecken können. So fahren wir also mit allen Sachen, Koffern und Taschen zum Strand. Es. Ist ein sehr kleiner Strand und eher eine Bucht, wo dafür nicht viele Menschen sind. Problemlos finden wir einen Platz und die Sonne hat inzwischen auch die Oberhand im Wetterkampf gewonnen. Zack... Handtuch raus, Badehose an und einfach chillen...

Das Wasser ist wieder einmal viel zu warm, doch zur kurzen Abkühlung gehts es so gerade noch durch. Die nächsten drei Stunden verbringen wir am Strand und laufen zum Abschluss noch ein wenig zum Fischer-Pier. Nun fahren wir dann aber doch zum Hotel. Crystal River ist ein winzig kleiner Ort, wo man anscheinend nur zum Schnorcheln mit den Manatees hinkommt, da wir an der Rezeption direkt gefragt werden, wann und mit wem wir denn die Tour machen. Das Hotel ist echt spitze.

Da hier sonst nicht viel zu unternehmen ist, nutzen wir die Chance um nocheinmal Sonne zu tanken und legen uns an den Pool. Bis kurz vor Sonnenuntergang bleiben wir hier auch liegen. Gleich fahren wir noch eine Kleinigkeit bei "Chillis" essen.

Danach beginnt der Kampf die Koffer zu packen... Das wird ganz schön eng. Man man aber wir müssen ja auch jedem was mitbringen... Unseren letzten Abend wollen wir dann ganz gemütlich ausklingen lassen. Morgen steht ja nochmal ein letztes, dafür absolutes Highlight an. Wie schon gesagt wir machen eine Schnorcheltour zu den Manatees im Crystal River. Ich freu mich schon den ganzen Urlaub darauf.  Tja aber dann... Dann gehts leider leider zurück nach Orlando. Unseren Mietwagen werden wir gegen sieben Uhr abgeben müssen und dann geht ja auch schon bald der Flieger. Echt Schade das es dann zu Ende geht. Aber die letzten 24 Stunden werden wir noch voll auskosten. Von daher...

Bis bald Frederic

 

Nachtrag: kommen gerade vom Chilli's. Absolut Super war richtig lecker und genau das richtige für den letzten Abend. 

Das Beste immer zum Schluss.

Donnerstag, 31.07.2014

Da ist er also... Unser letzter Urlaubstag . Wie schnell die Zeit wieder einmal umgegangen ist. Jetzt gehts dann leider schon wieder nach Hause... Halt nicht so schnell... Zuvor haben wir ja noch den ganzen Tag zur Verfügung und schließlich sind es noch etwas mehr als 100 Meilen nach Orlando. Bevor wir jedoch nach Orlando fahren, erwartet uns ja noch eines der ( und für mich persönlich DAS) Highlight des Urlaubs. Heute gehen wir mit Manatees schwimmen... Unser gestriger Kampf mit den Koffern war nur halb so schlimm wie erwartet. Wir schafften es relativ schnell, alle Sachen in den beiden Hauptkoffern unterzubringen, bzw. die ausgewählten Sachen ins Handgepäck zu packen. Die noch benötigten Sachen legen wir noch beiseite. Unser Wecker klingelt bereits um 6:30 Uhr. Nachdem wir einige letzte Sachen gepackt haben gehts zum letzten Frühstück in Amerika für diesen Urlaub. Und es wird nochmal alles aufgefahren, was uns die letzten 14 Tage begleitetet hat. Rührei, Waffeln, Müsli, Toast, Muffins und Joghurt. Dazu nocheinmal diesen gruseligen Saftersatz. Aber etwas vermissen werde ich die Sachen bestimmt... Nicht unbedingt Morgen aber so ne frische Waffel morgens ist schon nicht so schlecht. Nach dem Früstück klären wir noch, dass wir unseren Check Out um eine Stunde verschieben können, um nach unserer Schnorcheltour noch duschen zu können und nicht die Koffer im Auto lassen zu müssen. Wir ziehen die Badesachen an und machen uns auf zur Marina von Crystal River. Dort treffen wir Stacy unsere Kapitänin heute. Unsere Tour ist mit nur 5 Leuten. Neben Ann und mir nimmt noch eine Schweizer Familie teil. Die Tour startet um Punkt 8 Uhr und wir legen mit einem relativ großen Boot ab. An Bord werden uns die passenden Neopreenanzügen und Flossen verliehen und los gehts.

Stacy ist echt super und beginnt direkt mit dem Ablegen damit uns Informationen über die Manatees, aber auch über die Bay und die sonstige Tierwelt zu geben. Wir sollen direkt damit beginnen, nach den großen Tieren im Wasser Ausschau zu halten. Stacy weist uns auch nochmals darauf hin, dass wir uns in der "Off-Season" befinden, und wir deshalb leider nicht so viele Tiere wie im Winter zu erwarten haben. Dann tummeln sich hier über 300 Tiere und mehr auf einem Haufen was das Beobachten natürlich leichter macht. Das Wasser ist leider sehr trüb und durch viele Algen kann man trotz der geringen Tiefe leider nicht sehr weit sehen. An der ersten Stelle, die für die Manatees abgesteckt ist, halten wir daher nur ohne ins Wasser zu gehen, da man zum einen nichts sieht, und dort auch zur Zeit kein Tier sich aufhält. Stacy bemüht sich sehr uns alles Wissenswerte zu den Tieren zu erzählen und erklärt uns wie wir, falls wir ein Tier finden, uns zu verhalten haben. Wir fahren also die Bucht sehr langsam ab und suchen das Wasser nach verdächtigen Luftblasen ab. Doch eine ganze Weile sehen wir nichts und es tut sich gar nichts. Mmmh... Sollten wir tatsächlich kein Tier finden? Immerhin wissen wir nun alles über die vorkommenden Vögel und die Gegend. Doch dann... Stacy bremst ab und sagt uns, dass sie was gesehen hat. Am Ufer taucht eine Flosse auf.

 

Ein Delfin hat sich in die Bucht verirrt und sucht hier nach Fressen. Da wir Zeit haben, beschließt Stacy ihm ein bisschen zu folgen. Er schwimmt am Ufer entlang und man sieht immer wieder seine Rückenflosse. Doch dann scheint er unser Boot bemerkt zu haben und anstatt wegszuschwimmen, kommt er auf uns zu und schwimmt direkt vor unserem Boot entlang. Wow ein wunderschönes Tier. Und so bekommen wir zu dem Schnorchelausflug mit Manatees noch eine Delfintour gratis dazu. Nun machen wir uns aber wieder auf die Suche nach den großen Seekühen.

Unser nächster Halt soll bei den drei Frischwasserquellen, 3 Sisters, sein, wo das Wasser glasklar ist und man dort ab und zu Manatees zu Gesicht bekommt. Als wir angekommen sind sollen wir uns eigentlich zunächst mit den Anzügen und dem hier sehr kalten Wasser vertraut machen, als direkt neben dem Boot ein Manatee auftaucht. Stacy sagt das wir uns beeilen, aber möglichst leise ins Wasser gehen sollen und so wenig wie möglich mit den Flossen zu schlagen. Sie kommt mit ins Wasser um ein paar Fotos von uns und dem Tier zu machen.

Das Wasser ist eiskalt, doch dieses etwa 4 Meter lange Tier ist wunderschön und lässt uns die Kälte vergessen. Einige Minuten folgen wir dem Tier ehe es mit zwei, drei starken Schwanzschlägen davon zieht. Zunächst gehts zurück an Deck und Stacy beschließt dem Tier etwas zu folgen. Als wir wieder nah dran sind dürfen wir erneut ins Wasser. Diesmal ist das Tier sehr ruhig und zeigt gar Interesse an uns indem es sehr nah an uns heran schwimmt und sich streicheln lässt. Einfach super... Wir können so viele Fotos wie wir mögen machen und dem Tier etwas folgen. Doch dann fahren wir zu den Quellen. Hier ist das Wasser nochmal etwas kälter als zuvor, doch dafür auch umso klarer. Die Sonne strahlt und lässt die sandigen Stellen erleuchten. Wundervoll hier zu tauchen, da wir zu Beginn auch noch alleine sind. Wir können uns alleine umsehen und überall Fotos machen und filmen. Hier ist das Wasser einfach nur perfekt.

Ann bei den Quellen.

Eine ganze Weile drehen wir unsere Runden und schauen den Fischen zu. Leider ist heute kein Manatee zu sehen. In den Sommermonaten ist es ihnen hier einfach zu kalt. Wir schwimmen zurück zum Schiff und fahren langsam zurück. Auf dem Rückweg sehen wir noch ein paar Manatees. Nach guten drei Stunden legen wir schließlich wieder an. Die Tour war absolut genial und Stacy als Captain super. Hier werden viele Schnorcheltouren angeboten, doch meistens mit über 20 Personen an Bord und mit späterem Start. Als wir die Quellen verlassen ist es bereits so voll, dass es nur noch halb so schön ist wie zu Beginn. Doch auch der schönste Ausflug endet einmal. Wir fahren zum Hotel zurück, planschen noch 5 Minuten im Pool und holen unsere Koffer. Nach kurzem Stopp bei Dunkin Donuts fahren wir den "Florida Turnpike" nach Orlando. Die letzten 100 Meilen verlaufen wie bisher problemfrei und wir erreichen Orlando schon um kurz vor zwei. Unseren Mietwagen können wir bis kurz nach sechs behalten und so cruisen wir noch einmal durch die Stadt und halten ein letztes mal bei einer der Outlet Malls um etwas zu essen und die letzten Dollar auf den Kopf zu hauen.

Gegen fünf gehts dann zum Airport. Wir tanken den Wagen voll und können ihn ohne Probleme abgeben. 1759 Meilen also etwa 2858,4 km sind es diesmal geworden. Eine stolze Zahl und dennoch nur etwas mehr als die Hälfte des letzten Jahres. Wir geben die Koffer auf holen die Bordkarten ab, gehen durch die Sicherheitskontrolle und brauchen bis zum Boarding auch nicht mehr lange zu warten. Zum unserem Glück ist der Flieger nicht voll und wir haben eine Viererreihe zu zweit. So jetzt noch 7:20 Stunden und wir sind wieder in Europa. Also wünscht uns einen guten Flug. 

Bis bald Frederic.

4 Tage danach. Die Eindrücke bleiben !!!

Montag, 04.08.2014

So nach knapp fünf Tagen melde ich mich dann mal wieder. Ganz allmählich kommen wir wieder richtig im Alltag an und finden zurück vom "American-Life" zum "Pott-Life" . Die Arbeit und die Uni laufen ganz langsam wieder an, doch werden wir zumindest noch von der Cranger Kirmes gestärkt, die uns noch ein bisschen Urlaubsfeelig zur Verfügung stellt. Die letzten Tage waren also schon ein wenig anstrengend, da zumindest bei mir auch der Jetlag etwas zugeschlagen hat. Daher verschiebt sich der "normale" Tagesablauf noch ein wenig. Sonst ist noch zu erwähnen, dass die Rückreise problemlos geklappt hat und es keinerlei Komplikationen mit den Flügen gab. Sind ziemlich ko. zu Hause angekommen und haben uns den Rest des Tages verpflichtet wach zu bleiben um dem Körper direkt zu zeigen, welche Uhrzeit hier die richtige ist. Ja und was bleibt nun noch zu den letzten zwei Wochen zu sagen? Mit Beginn der Planung dieses Abenteuers, Anfang diesen Jahres, hatten wir sicher unsere Vorstellungen für diesen Urlaub. Auch mit dem Wissen unserer letzten Amerika Reise haben wir versucht, eine gute Route und die bestmöglichen Attraktionen zu planen. Und im ersten kurzen Fazit kann ich nur sagen, dass uns das auch wirklich sehr gut gelungen ist. Im letzten Jahr haben wir uns noch etwas schwerer getan, was die tägliche Fahrstrecke angeht. Dieses Jahr taten wir uns hier doch etwas leichter. Doch wir durften bei der Planung nicht außer Acht lassen, dass wir zwar wie im letzten Jahr durch die USA fahren, doch das zwischen den Bundesstaaten Florida und Kalifornien etwa 4500 km liegen, was einer Strecke von Barcelona bis Istanbul und zurück entsprechen würde. Daher wussten wir sehr wohl, dass uns sicher etwas anderes als im letzten Jahr bevorstehen würde. Und so ist es dann ja auch gekommen. Ein Vergleich der beiden Reisen ist nur sehr schwer durchzuführen, denn einen Urlaub in Spanien kann man auch nur schwer mit einem in der Türkei vergleichen. Doch ich möchte es dennoch versuchen:

Die Flüge: Sowohl im letzten als auch in diesem Jahr haben wir jeweils Flüge mit Zwischenlandung gebucht. Natürlich spielte hier das liebe Geld eine Rolle, da wir so einige Euros sparen konnten. In beiden Urlauben waren die Flüge super organisiert und wir hatten keinerlei Probleme. Daher kann ich hier nur sagen, dass ich keinen Unterschied feststellen kann und beide Flüge als gleichgut bewerten möchte.

Das Auto:

 

In Kalifornien hatten wir den Wagen über die Firma Dollar gebucht, wo wir ja leider einige Probleme am Flughafen hatten, da uns vom Verkäufer noch eine Versicherung aufgequatscht wurde, die absolut überflüssig, weil eigentlich doppelt war. Dieses Jahr haben wir daher direkt über einen anderen Anbieter gebucht und uns über sunnycar der Firma "National" anvertrauten. Dieses mal klappte die Anmietung wunderbar. Wir mussten nicht wie im letzten Jahr über eine Stunde warten, sondern nutzten einen Automaten, der über alle Zusatzkosten informierte und diese auch allesamt optional zur Verfügung stellte. Daher geht dieser Punkt klar an Florida. Wie im letzten Jahr haben wir wieder einen SUV gebucht. Während wir letztes Jahr einen Chevrolet Captiva gefahren sind, haben wir uns dieses Jahr für einen Jeep Patriot entschieden. Beide Autos waren vom Komfort her absolute spitze. Wenn man hier überhaupt Unterschiede finden möchte, dann dass wir dieses Jahr einige Probleme mit der Größe des Kofferraums hatten. Dies lag nicht nur am vielen shoppen , sondern eben auch an dem deutlich kleineren Volumen. Aber ich kann beide Autos absolut für eine solche Reise empfehlen.

Die Hotels:

 

In beiden Jahren haben wir sämtliche Hotels bereits vor dem Urlaub gebucht. Da wir in Kalifornien hiermit gute Erfahrungen gemacht hatten. Die Kosten der Hotels stiegen in beiden Urlauben durch die Ausnahmen San Francisco und die Keys an, da diese weit von den sonstigen Durchschnittskosten entfernt waren. Ansonsten sind die Preise in beiden Staaten ähnlich, sodass hier keine Tendenz zu erkennen ist. Die Hotels an sich hängen natürlich auch ein bisschen vom Glück ab, doch in beiden Urlauben wurden wir bis auf je eine Ausnahme nicht enttäuscht und hatten teilweise wirklich absolute Traumhotels. Besonders toll waren die Übernachtungen in Las Vegas und Crystal River. Aber auch andere konnten echt überzeugen. Daher kann ich auch hier keinen Vorteil für das eine oder andere Abenteuer finden.

Die Fahrt:

 

Einen riesigen Unterschied kann man bei der Fahrt in den beiden Jahren finden. Während wir in diesem Jahr eigentlich immer im dichten Verkehr um Südflorida fuhren, hatten wir im letzten Jahr in Kalifornien eher selten Autos um uns herum. Oft sind wir relativ einsame Straßen durch die Natur gefahren, wo die Fahrt selbst ein absolutes Highlight darstellte. In und um die großen Städte Los Angeles, Miami und San Francisco waren die Verhältnisse ähnlich, doch ansonsten würde dieser Punkt klar an Kalifornien gehen. Ein weiterer Punkt der zu berücksichtigen ist, wäre die zurückgelegte Distanz. Zwischen den beiden Rundfahrten liegen knapp 2000 km, die wir in Kalifornien mehr fahren mussten/durften. Dieser Punkt würde also an Florida gehen, auch wenn die Fahrt in Kalifornien wesentlich abwechslungsreichen war.

Die Hauptattraktionen:

                

Disney World, Korallenriff, Miami Seaquarium, Manatee schwimmen und mehr stehen hier Warner Bros., Hollywood, Flug über den Grand Canyon, Yosemite und Highway One gegenüber. Und hier kann ich nur sagen, dass es keinen Verlierer geben darf. Jede Attraktion für sich wäre einen Urlaub wert und eine Reihenfolge wäre nur sehr schwer zu erstellen. Jede dieser Attraktionen war wunderbar, so dass hier beide Urlaube einen Punkt verdient haben.

Die Landschaften:

    

Den wohl größten Unterschied zwischen den beiden Urlauben gibt es sicher in diesem Punkt. Kalifornien bietet hier deutlich mehr Abwechslung.  Beginnend mit den Stränden an der Südküste, geht es in die unterschiedlichsten Gelände. Von Wäldern über hohe Berge und tiefe Canyon bis hin zu den heißesten, trockenen Wüsten und den absoluten Weiten mit Wiesen und Weiden. Immer wieder wechselt die Landschaft und lässt dadurch wie erwähnt auch die Fahrt nie langweilig werden. Die vielen und auch sehr großen Nationalparks zeigen immer unterschiedliche Pflanzen und Tiere und machen ebenfals einfach nur Spaß. In Florida sind diese extremen Unterschiede nicht zu finden. Der Bundesstaat wird durch das feuchte Klima der Sümpfe und der Everglades beherrscht. Insgesamt ist Florida wesentlich flacher als Kalifornien. Die höchsten Berge werden mit wenigen Fuß angegeben. Ein klares Plus bekommt Florida für seine Strände. Diese sind im Vergleich zu Kalifornien zum einen wesentlich zahlreicher, aber auch einfach schöner. Ansonsten wird neben den Everglades hier landschaftlich nicht besonders viel geboten. Eine Ausnahme müssen wir hier noch für die Keys machen, die natürlich tolle Blicke über das Meer erlauben und über die Sonnenuntergänge brauche ich sicher nicht mehr viel zu sagen. Hier können also vor allem die Strände es mit der Landschaft von Kalifornien aufnehmen, doch den Punkt trotzdem nicht gewinnen. Dieser geht von mir hier nach Kalifornien.

Das Klima: In beiden Jahren sind wir zu einer ähnlichen Zeit in die USA gereist. Daher kann das Klima schon verglichen werden. Hier ist natürlich das Problem, dass zu dieser Zeit in Kalifornien Hochsommer herrscht, in Florida jedoch die Regenzeit gerade einsetzt und daher öfter mit Schauern und Gewittern gerechnet werden muss. Diese haben uns in diesem Jahr aber eigentlich wenig bis gar nicht gestört. Störender ist da schon eher die hohe Luftfeuchtigkeit und die vielen Mosquitos, die schon ziemlich nervig sein können. Daher hatten wir ein angenehmeres Klima in Kalifornien, doch ist dieses in Florida zur richtigen Zeit sicher sehr ähnlich.

Shoppen:

Ein Mitgrund für einen Urlaub in den Staaten ist sicherlich das günstige Einkaufen. Egal ob Elektronik oder einfach nur Klamotten, in den USA ist vieles deutlich billiger als in Deutschland. Hier steht ganz klar fest, dass Florida besser geeignet ist. Während sich in Kalifornien die Malls eher auf die größeren Städte beschränken, hat in Florida beinahe jedes noch so kleine Kaff entweder eine riesen Mall oder ein Outlet Center. Daher ist nicht nur die Auswahl besser, sondern können Preise noch besser verglichen werden. Wer also nur für Shopping nach Amerika mag, ist in Florida viel besser aufgehoben.

Kosten allgemein: Die Kosten für eine solche Reise sind für Florida und Kalifornien ziemlich ähnlich. Ein Vorteil in Kalifornien sind die vielen Nationalparks, die durch den Kauf einer Jahreskarte alle besucht werden können, während die vielen State Parks in Florida alle einzeln bezahlt werden müssen. Doch sind diese dafür etwas günstiger. Die Kosten für Disney World sind dagegen schon sehr teuer, allerdings Werder Tag es auch wert. Einen Vorteil für Florida gibt es bei den Flügen, die etwas günstiger sind als die in den Westen. Zu berücksichtigen ist die fast doppelt solange Fahrstrecke, die also auch knapp doppelt so hohe Kosten verursacht. 

Fazit:

 

Wie gesagt finde ich es einfach sehr schwer überhaupt einen Vergleich anzustellen, da auch die Art des Urlaubs eine unterschiedliche ist. Strandurlaub in Florida oder lieber Wanderurlaub durch Kalifornien mit kurzen Strandbesuchen. Jeder sollte für sich entscheiden, was ihm eher liegt. Aber auch Florida ist ja nicht nur Strand. Kanufahren mit frei lebenden Alligatoren sucht man in Kalifornien beispielsweise ebenso vergeblich, wie einen hunderte Meter tiefen Canyon in Florida. Ich muss einfach sagen, dass egal welcher Urlaub nun wieviele Punkte bekommen hat, ich keinen von beiden missen möchte und super froh bin, beide gemacht zu haben. Florida 2014 war wieder einmal ein spannendes Abenteuer mit unendlich vielen Highlights. Mein Motto " Jeden Tag beginnt ein neuer Urlaub" konnte hier wunderbar umgesetzt werden, da wir abends noch nicht wussten was wir am nächsten Abend alles erlebt haben werden. Ich kann jedem nur empfehlen, seine eigene Reise zu machen und beide Staaten zu erkunden. Für ein Abenteuer auf eigene Faust eignen sich sowohl Florida als auch Kalifornien wunderbar. Und das amerikanische Essen kann man meiner Meinung nach eigentlich nur mögen . Daher kann ich nur sagen, dass wir sicherlich wieder einige Monate von den vielen Eindrücken zehren werden und obwohl dieser Urlaub sicher weit von einem klassischen Erholungsurlaub entfernt war, ist der Kopf wieder richtig frei geworden, um die kommenden Aufgaben des Alltags alle meistern zu können. Der vielleicht wichtigste Punkt für eine solche Reise ist aber bestimmt die passende Begleitung. Alleine würden beide Reisen sicher keinen Spaß machen. Daher kann ich mich wie im letzten Jahr nur bei Ann-Kristin bedanken. Mit dir war diese Reise einfach traumhaft. Danke dass wir solche Abenteuer zusammen bestreiten können und beide sehr viel Spaß, Energie und Kraft aus diesen mitnehmen ♥♥. Tja und sicher ist, dass es bestimmt nicht unser letztes Abenteuer war. Nach dem Ersten haben wir es ein knappes halbes Jahr ausgehalten ehe wir wieder geplant haben. Mal abwarten wie lange wir dieses Mal schaffen. Aber bis dahin helfen uns die vielen Fotos, Souvenirs und Erinnerungen daran, die Zeit nicht zu lang werden zu lassen. Also... Fortsetzung folgt (westside2013, southside2014, ??? 2015)...

Bis bald Frederic.